Bottendorf

Bottendorfer DGH: Startschuss für die Sanierung

- Burgwald-Bottendorf (rou). Einstimmig haben sich die parlamentarischen Ausschüsse der Gemeindevertretung dafür ausgesprochen, zügig mit dem ersten und zweiten Bauabschnitt sowie der Heizungserneuerung zu beginnen

Im größten der fünf Burgwald-Dörfer folgt eine Großbaustelle auf die andere: Während seit einigen Wochen die Kanalisation und die Wasserleitungen in der Bottendorfer Ortsdurchfahrt erneuert werden, soll nun möglichst schnell auch das Dorfgemeinschaftshaus in eine Baustelle verwandelt werden. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, des Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschusses sowie des Jugend-, Kultur- und Sportausschusses für die Ausschreibung der im ersten und zweiten Bauabschnitt der DGH-Sanierung (FZ berichtete) geplanten Arbeiten aus. Geplant sind die Erneuerung der Gebäudehülle, der Außenanlage, der Sanitärräume sowie der technischen Ausstattung. Parallel dazu soll die Heizung erneuert werden. Die Bauarbeiten sollten ursprünglich im September beginnen. „Der Termin ist aber schon nicht mehr zu halten“, sagte Architekt Adam-Willi Finger und verwies auf die Fristen der Ausschreibung. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf 1,508 Millionen Euro. Fast eine Million Euro ist für den ersten und zweiten Bauabschnitt angesetzt, die getrennt ausgeschrieben werden. Die Arbeiten des ersten Bauabschnittes werden aus dem Dorferneuerungsprogramm bezuschusst, die Arbeiten des zweiten Abschnittes aus dem Konjunkturprogramm des Landes. Die Erneuerung der Heizung wird mit Geld aus dem Konjunkturprogramm des Bundes gefördert. Während der Sommermonate des nächsten Jahres soll sich das Dorfgemeinschaftshaus in einem Zustand präsentieren, dass in dem Gebäude auch Veranstaltungen im Rahmen des Bottendorfer Jubiläumsfestes stattfinden können. Mit dem abschließenden dritten Bauabschnitt soll, so der Plan von Finger und des Gemeindevorstandes, im Jahr 2011 begonnen werden. Nächstes Jahr wollen sich die Gemeindevertreter mit der Finanzierung des mit 563 000 Euro kalkulierten Innenausbaus befassen. Sowohl Gerhard Wünsch von der Wählergemeinschaft aus Bottendorf als auch Erich Naumann von den Freien Wählern aus Birkenbringhausen wies darauf hin, dass vor allem beim dritten Bauabschnitt sehr genau auf die Kosten geachtet werden solle. „Wir haben uns eine Obergrenze gesetzt, und mehr sollten wir auch nicht ausgeben“, betonte der Bottendorfer. Architekt Finger hatte die Gemeindevertreter zuvor darüber informiert, dass er die kalkulierten Sanierungskosten den aktuellen Marktpreisen angepasst habe. Aufgrund der aus den Konjunkturprogrammen folgenden Aufträgen für Handwerker seien die Preise in diesem Jahr deutlich gestiegen. Auch das Material sei teurer geworden. Gegenüber der bisherigen Kostenschätzung könnte die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses etwa 15 bis 20 Prozent teurer werden, erklärte Finger. Die Gemeindevertreter sprachen sich mehrheitlich dafür aus, durch eine möglichst breite und nicht regional begrenzte Ausschreibung der Gewerke möglichst günstige Ergebnisse zu erreichen.

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