Bottendorf

Die Bottendorfer und ihre Gäste feiern ein „Fest der Freude“

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- Burgwald-Bottendorf (tha). Rund 300 Akteure bewiesen am Mittwochabend auf der Bühne im Festzelt eindrucksvoll, wie musikalisch das Jubiläumsdorf ist.

Ein Aufgebot wie bei „Musik aus Bottendorf“ hatte es schon lange nicht mehr gegeben: Rund 300 Bottendorfer präsentierten in neun Musikgruppen ein abwechslungsreiches Programm auf hohem Niveau. Mit strahlendem Gesang, schmissiger Volksmusik und konzertanten Stücken sorgten die Musiker für einen glanzvollen Auftakt der Jubiläumswoche. „Wir feiern ein Fest der Freude“ von Lorenz Maierhofer hatten sich die 22 Sänger des Kirchenchores für ihren Auftritt ausgesucht und präsentierten ihren Leitspruch für die Festwoche. In dem Stück erklang die Melodie der Eurovisionshymne. Der Chor und die Gitarrengrupe der Landfrauen trugen unter anderem das „Schäferlied“ vor, bei dem Jürgen Röse am Akkordeon begleitete. Mit dem Lied „Noyana“ und der afrikanischen Bechertrommel Djembe brachte die Gitarrengruppe afrikanisches Flair ins Festzelt. Zwei schwungvolle Lieder sang der Frauenchor „Pro Musica“ unter der Leitung von Marion Born. Die 24 Sängerinnen begeisterten mit ausdrucksstarkem Gesang bei der Ballade „Can’t help falling in love“ und dem Schlager „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens. Spontan schunkelte und sang das Publikum mit. Dass die Musik verbindet, bewies ein Chor aus der ungarischen Partnergemeinde Perbál: Stimmgewaltig und mit sichtbarer Freude am Musizieren trugen die Sänger des gemischten Chores den zackigen „Zottelmarsch“ vor. Mit viel Dynamik und mit ungarischem Temperament gelang es den Sängern, das Publikum mitzureißen. Begeistert klatschten die Zuhörer im Takt mit und belohnten den Auftritt mit besonders viel Applaus. Einen umjubelten Gastauftritt gab es durch das Tambourkorps aus Dotzlar. Die Musiker präsentierten mit der „Fuchsgraben-Polka“ einen echten Publikumsliebling und beim „Seemannslieder-Potpourri“ mit Stimmungsliedern wie „Ahoi, Kameraden“ bewiesen auch die Bottendorfer Textsicherheit. Lautstark forderte sich das Publikum im Anschluss eine Zugabe des Tambourkorps ein. Einen glanzvollen Höhepunkt im abwechslungsreichen Programm stellte der gemeinsame Auftritt von Männergesangverein, Musikzug, Posaunenchor und Jugendposaunenchor dar: Die Akteure präsentierten den feierlichen Marsch „Dem Land Tirol die Treue“. Im Gleichschritt marschierten dabei die Sänger auf die Bühne, während das große sinfonische Blasorchester bereits die mitreißende Einleitung spielte. Der satte Sound der Bläser vereinte sich hierbei mit dem stimmgewaltigen Gesang zu einem tollen Gesamtklang und die Akteure steigerten sich zu Höchstleistungen. Um die Stimmung im Festzelt weiter zu verbessern, präsentierten sie anschließend den beliebten „Deutschmeister-Regimentsmarsch“ – und im Festzelt gab es kein Halten mehr: Begeistert sang und klatschte das Publikum mit und brachte gar den Boden im Festzelt zum Wackeln. Die drei Instrumental-gruppen zeigten im Anschluss auch einzeln ihr Können. So beeindruckte der Musikzug unter der Leitung von Jörg Bomhardt unter anderem mit der Polka „Im kleinen Dörfchen“. Tanja Becker und Günther Ahlborn brachten das Publikum als Gesangsduo zum Träumen. Der Posaunenchor trug das Stück „La Montanara“ von Toni Ortelli vor und zeigte schöne Melodiebögen. Fetzig und mit viel Dynamik präsentierte der Jugendposaunenchor mit Chorleiter Jens Jesberg das Medley „Abba goes Brass“. Im Potpourri wurden Hits wie „Mamma Mia oder „Fernando“ verarbeitet und die jungen Musiker meisterten souverän die schwierigen Rhythmen und die unterschiedlichen Tempi. Durch das dreistündige Programm führten Jörg Bomhardt und Horst-Werner Bremmer.

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