Bottendorfer sammeln Unterschriften für Bau eines Seniorenheims im Ort

Setzen sich für den Bau einer Senioreneinrichtung in Bottendorf ein: (von links) Simone Höller, Erika Klem, Gertrud Kowalewski, Christiane Theiß und Sabine Müller haben im Café Theiß in Bottendorf eine der Unterschriftenlisten ausgelegt. Foto: Daum

Bottendorf. Wenn es nach einigen Bottendorfern geht, wird es in dem Burgwalder Ortsteil bald ein Seniorenheim für ältere Menschen geben. Mit einer Unterschriftenaktion und einem Antrag will Initiatorin Erika Klem zusammen mit anderen Mitstreitern den Bürgermeister und die Gemeindevertretung zum Bau zu bewegen.

Ihren Vorstoß begründet Klem nicht mit der Tatsache, dass die geplante Senioreneinrichtung in Burgwald immer noch nicht steht. „Wir sehen einen Bedarf in Bottendorf, schließlich ist das der größte Ortsteil. Es gibt hier viele Angehörige älterer Menschen, die dankbar wären, wenn sie mit einer Senioreneinrichtung entlastet würden."

„Knapp 80 Bewohner, die ein Seniorenheim in Bottendorf wollen, haben sich seit dem Start unserer Aktion vor einigen Tagen in die Unterschriftenliste eingetragen“, sagt Erika Klem stolz, die sich mit einer Gruppe von Bottendorfern für den Bau einer Senioreneinrichtung zur Pflege, Kurzzeitpflege und Tagespflege älterer Menschen in dem 2000 Einwohner starken Burgwalder Ortsteil einsetzt.

Die Listen liegen noch bis 30. November in der Poststelle, in der Frankenberger Bank in Bottendorf, im Café Theis und in der Praxis Dr. Funke aus. Sie soll anschließend dem Bürgermeister übergeben werden.

Gleichzeitig hat die Gruppe auch einen Antrag an den Rathaus-Chef, die Gemeindevertretung und den Ortsbeirat gestellt, sich mit dem Thema zu beschäftigen. „Die Größe von Bottendorf garantiert, dass ein solches Haus genutzt werden würde. Die Einrichtung sollte 40 Plätze haben, denn es sind auch etwa 40 ältere Menschen, die täglich in der Tagespflege oder zur Pflege in andere Heime nach Rosenthal, Gemünden, Frankenberg, Rhadern, Battenberg oder Hallenberg fahren“, berichtet Klem.

Neben Erika Klem, die ihre Eltern zu Hause pflegt, hofft auch die Bottendorferin Simone Höller auf den baldigen Bau einer Senioreneinrichtung in Bottendorf. „Am liebsten wäre es mir, wenn das sofort passiert. Aber zwei bis drei Jahre sind wohl realistisch“, sagt Höller, die ihren Vater pflegt und die Quantität der Angebote an Kurzzeitpflege in direkter Umgebung kritisiert. „Die Einrichtungen mit Kurzzeit- oder Tagespflege sind rar gesät. Es wäre für mich und sicher auch für viele andere Bottendorfer eine Entlastung, wenn eine Kurzzeitpflege im Ort wäre.“

Von Philipp Daum 

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Quelle: HNA

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