Bottendorfer Wehr hat Nachwuchssorgen

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Gratulierten zur Beförderung: Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell (links) und Vorsitzender sowie Wehrführer Stefan Schäfer (rechts) mit (Mitte von links) Janina Bock, Nikolai Specht, Christian Ernst, Timo Engeland, Jannik Vöhl und Thomas Hiemer.

Bottendorf. Neben Einsätzen und Ausbildung war auch das mangelnde Engagement in der Jugendfeuerwehr Thema bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bottendorf.

Die Jugendfeuerwehr hat im Moment 16 Mitglieder. Davon seien zuletzt aber nur drei bei den Übungsabenden erschienen, sagte Jugendwart Thomas Hiemer in seinem Jahresbericht. Daher solle die Jugendfeuerwehr zunächst ruhen. Es sei ein Elternabend geplant, um den Ursachen des Problems auf den Grund zu gehen und Ideen zur Lösung zu finden. Neben Grillabenden hat die Jugendfeuerwehr eine Fahrt in den Movie-Park bei Bottrop unternommen.

Wehrführer und Vorsitzender Stefan Schäfer berichtete, dass die Feuerwehr im vergangenen Jahr zu zwölf Einsätzen ausrücken musste. Vier der Einsätze waren Fehlalarme. Die meisten der verbliebenen acht Einsätze waren kleine bis mittlere Brände. Auch bei einem schwerer Verkehrsunfall musste die Wehr mit ihren 32 Aktiven helfen.

Neben den Einsätzen nahmen einige Feuerwehrleute an Lehrgängen teil und es gab regelmäßige Übungen. Gemeindebrandinspektor Francisco Ayora Escandell lobte die große Bereitschaft zur Ausbildung bei der Bottendorfer Wehr: „Eure Ausbildung ist wirklich hervorragend, da brauchen wir uns keine Gedanken zu machen.“ Christian Ernst und Timo Engeland wurden „Feuerwehrmann des Jahres“, da sie bei den meisten Einsätzen und Übungen dabei waren. Aufgrund absolvierter Lehrgänge und Dienstjahre wurden sechs Wehrleute befördert. Timo Engeland, Christian Ernst, Nikolai Specht und Jannik Vöhl wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt. Janina Bock erhielt den Dienstgrad Hauptfeuerwehrfrau und Thomas Hiemer wurde zum Hauptlöschmeister befördert.

Vorsitzender Stefan Schäfer merkte im Anschluss an seinen Jahresbericht an, dass es für viele Mitglieder schwierig sei, montags an Beerdigungen verstorbener Mitglieder teilzunehmen, da Todesfälle oft erst am Freitag bekannt gegeben würden und man sich so beim Arbeitgeber nicht mehr rechtzeitig um einen freien Tag bemühen könne.

Außerdem bat der Heimat- und Kulturverein Bottendorf um Unterstützung bei seinen Theateraufführungen von Freitag, 17. Juli, bis Sonntag, 19. Juli. Dort muss der Verkehr umgeleitet und Parkplätze müssen angewiesen werden. Zusätzlich wird ein Brandsicherheitsdienst gebraucht. (jb)

Quelle: HNA

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