Antrag an die Burgwalder Gemeindevertretung

Bottendorfer wollen eigenes Seniorenheim

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Simone Höller, Erika Klem, Gertrud Kowalewski, Christiane Theiß und Sabine Müller haben mit weiteren Bottendorfern einen Antrag auf Bau eines Seniorenheims in Bottendorf eingereicht. Die Unterschriftenliste liegt in Bottendorfer Geschäften aus.Foto: Kutsch

Burgwald-Bottendorf - Eine Gruppe von Bottendorfern wünscht sich eine Betreuungsmöglichkeit für Senioren in ihrem Heimatort: Neben stationärer Pflege sei vor allem die Tages- und Kurzzeitpflege wichtig für viele ältere Bottendorfer. Die Gruppe stellt sich ein Seniorenheim mit rund 40 Plätzen vor und sammelt derzeit Unterschriften dafür.

Der Urlaub muss ein Jahr im Voraus geplant werden. Spontane Ausflüge über das Wochenende sind meistens nicht möglich - oder nur nach sehr viel telefonieren und mit einer Portion Glück. Simone Höller pflegt einen Angehörigen, wenn sie einmal Urlaub macht, bringt sie ihn in einer Kurzzeitpflege unter - mal in Gemünden, mal in Battenberg, je nachdem, wo gerade etwas frei ist. „So ein Seniorenheim hat etwa sechs Plätze für Kurzzeitpflege. Da muss man sich lange vorher anmelden“, erzählt sie.

„40 Plätze würden wir brauchen in der Tages-, Kurzzeit und Vollzeitpflege“, sagt Erika Klem. Der Fokus solle aber vor allem auf der Tages- und Kurzzeitpflege liegen. Bottendorf mit seinen rund 2000 Einwohnern würde die Plätze bereits alleine belegen können, zumal die Gruppe zu berichten weiß, dass bereits zahlreiche Bottendorfer in Rosenthal, Frankenberg, Battenberg, Gemünden und Rhadern untergebracht seien. „Das würde garantieren, dass ein solches Haus wirtschaftlich wäre.“ Kowalewski ergänzt, dass der Bedarf zudem steige, da die jungen Leute arbeiten gehen und immer mehr ältere Menschen immer älter würden.

Die Frauen beantragen daher, dass Bürgermeister und Gemeindevertretung sich für den Bau eines Pflegeheims in Bottendorf einsetzen und schnellstens Investor und Betreiber finden. Mit „schnellstens“ meinen die Frauen in zwei bis drei Jahren. „Eigentlich am besten morgen“, ergänzt Höller. Um ihrem Antrag mehr Gewicht zu verleihen, sammeln die Bottendorferinnen Unterschriften. Sie haben bereits rund 80 gesammelt. Unterschriften liegen aus in der Bottendorfer Postfiliale, bei Dr. Funke, in der Bäckerei Theiß und der Zweigstelle der Frankenberger Bank. „Wer uns unterstützen möchte, der kann gerne dorthin gehen und unterschreiben.“ Die Listen liegen aus bis zum 30. November. In der darauffolgenden Woche wollen die Frauen die Unterschriften an Bürgermeister Lothar Koch überreichen.

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