Frankenberger Stadtpokalwettkämpfe der Jugendfeuerwehren

„Brauchen Nachwuchs für unsere Wehren“

Die Mädchen aus Viermünden und die Jungen aus Haubern setzten ihre langjährige Siegesserie bei den Stadtpokalwettkämpfen der Jugendfeuerwehren fort. Foto: Frank Seumer

Frankenberg-Friedrichshausen - Nur drei von zehn Frankenberger Jugendfeuerwehren nahmen am Samstag an den traditionellen Stadtpokalwettkämpfen teil. Die Wehren aus Viermünden, Haubern und Friedrichshausen stellten insgesamt sechs Teams.

Die Jugendlichen absolvierten einen Löschangriff mit drei Strahlrohren als „Trockenübung“. Wasser floss bei der Übung nach dem Bundeswettbewerb nicht. Die Schiedsrichter Francesco Ayora-Escandell, Detlef Müller, Bernd Klein, Torsten Scheuermann und Heiko Klinge nahmen nicht nur die Zeit, sondern achteten auf die korrekte Ausführung aller Handgriffe.

Zum Abschluss war die Anfertigung von Knoten gefragt. Den zweiten Teil des Wettkampfes bildete ein Staffellauf. Unterwegs gab es einige feuerwehrtechnische Aufgaben: Schlauch aufwickeln oder Leinenbeutel zielgenau werfen.

Die beiden Jugendfeuerwehrwartinnen Julia Paulus und Rocio Barreda leiteten den Wettkampf. Sie nahmen auch die Siegerehrung vor. Bei den Mädchen siegte das Team aus Viermünden konkurrenzlos mit 1328 Punkten. Bei den Jungen setzten die Hauberner ihre Siegesserie fort. Mit 1400 und 1387 Punkten gab es sogar einen Doppelsieg für die beiden Mannschaften aus dem östlichen Stadtteil. Auf den dritten Rang kam das Team Viermünden I mit 1332 Punkten, dicht gefolgt von Viermünden II mit 1322 und Friedrichshausen mit 1203 Punkten.

Bürgermeister Rüdiger Heß bezeichnete alle Mannschaften als Gewinner, da sie am Stadtpokalentscheid teilnahmen. „Wichtig ist, sich einem solchen Wettkampf zu stellen“. Er bedauerte die fehlende Resonanz der anderen Jugendwehren und die Probleme, ein neunköpfiges Team zu stellen. „Wir brauchen den Nachwuchs für unsere aktiven Wehren“, betonte Heß und würdigte die Bedeutung der Jugendarbeit. Ortsvorsteher Günter Ullrich hob die Aktivitäten der Feuerwehr im Dorf hervor. Der Verein sei Träger vieler Veranstaltungen für die Dorfgemeinschaft.

Am Rande der Stadtpokalwettkämpfe wurden auch neue Jugendsprecher gewählt: Die Jugendlichen werden künftig von der 15-jährigen Katharina Gräbe aus Schreufa und dem 14-jährigen Jan-Dustin Kühn aus Frankenberg vertreten.

Von Frank Seumer

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