Jahreshauptversammlung der Frankenauer Feuerwehren

Brede: Keine Kürzung oder Schließung

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Frankenau-Allendorf - "Bemerkenswert" nannte Bürgermeister Björn Brede die intensive Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren der Frankenauer Stadtteile. Am Freitag haben sie sich zur Jahreshauptversammlung getroffen.

Die intensive Zusammenarbeit, insbesondere in den sogenannten ADEL-Dörfern hat laut Brede das Ziel, die Sicherstellung des Brandschutzes zu gewährleisten. Dafür treffen sich die Mitglieder der Wehren auch häufiger am Wochenende. Die Zusammenarbeit bedrohe jedoch keinesfalls die Existenz einer der vier Feuerwehren, betonte der Rathauschef.

Während der Jahreshauptversammlung im Allendorfer Dorfgemeinschaftshaus bedankte sich Brede für die Arbeit der Feuerwehren aus Allendorf, Altenlotheim, Dainrode, Ellershausen, Frankenau und Louisendorf. Da dem Magistrat bewusst sei, wie wichtig gut ausgerüstete Brandschützer sind, stünden 2013 keine finanziellen Kürzungen im Feuerwehrwesen an. Doch Brede gab auch zu: „Das wird in den nächsten Jahren schwieriger werden.“

Im Zusammenhang mit der finanziellen Unterstützung der Feuerwehren durch die Stadt klärte er außerdem ein Gerücht auf: Es stimme nicht, dass keine Kosten für den LKW-Führerschein mehr übernommen würden. Dieser ist für die Brandschützer zum Fahren bestimmter Einsatzfahrzeuge nötig, etwa des Katastrophenschutzfahrzeugs. „Die Stadt übernimmt die Kosten zu 50 Prozent“, sagte Brede.

Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick informierte darüber, dass eine zusätzliche Förderung in Höhe von 200 Euro durch den Landkreis möglich sei.

Brede sagte weiter, dass die Stadt auch das neue Katastrophenschutzfahrzeug und den Digitalfunk als Positionen für 2013 aufgenommen habe. Um zu wissen, an welcher Stelle es den Feuerwehren fehle, sei eine Abstimmung zwischen ihnen und dem Magistrat notwendig. Er freue sich darüber, dass sich der Austausch bereits intensiviert habe, und hoffe auf eine Fortführung der Abstimmung.

Auch Manfred Hankel würdigte die Arbeit der Feuerwehren, die nicht nur aus Brandschutz und der allgemeinen Hilfeleistung bestehe. „Die Feuerwehren bereichern auch das dörfliche Leben“, sagte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes.Im vergangenen Jahr hatten die Frankenauer Wehren insgesamt 17 Einsätze, davon waren fünf Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen und zwei Fehlalarme - insgesamt waren sie 143 Stunden aktiv. Hinzu kamen 27 Stunden Brandsicherheitsdienst. Für die Ausbildung wurden 460 Stunden investiert, zusätzlich besuchten zehn Mitglieder Lehrgänge.

Wahlen und Ehrungen

Die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehren in Altenlotheim, Dainrode und Frankenau stieg von 27 auf 33. Dirk Ungemach wurde zum neuen Jugendfeuerwehrwart gewählt. Nach der Amtsniederlegung von Florian Graf am 10. April vergangenen Jahres hatte Versammlungsleiter Stefan Maurer das Amt kommissarisch ausgefüllt. Er wurde zu Grafs Stellvertreter gewählt. Maurer wird von Andreas Ernst als erster stellvertretender Stadtbrandinspektor abgelöst. Dieser und Danny Finger erhielten außerdem eine Anerkennungsprämie für zehn Jahre aktiven Feuerwehrdienst. (sis)

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