Mögliche Auswirkungen

Brexit-Frage beschäftigt auch Firmen aus Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Firmen aus Waldeck-Frankenberg befürchten bei einem Brexit Nachteile, halten das Risiko für sie aber für gering.

Entscheiden sich die Briten für den Austritt aus der EU? Das Ergebnis des Referendums ist auch für Firmen aus Waldeck-Frankenberg von Bedeutung, wie Firmen auf Nachfrage erläuterten.

Für Weidemann, den Flechtdorfer Hersteller landwirtschaftlicher Spezialmaschinen, „stehen neben der Wechselkurs-Entwicklung und der damit einhergehenden Konkurrenzfähigkeit gegenüber einheimischen Maschinenherstellern auch zu erwartende neue Exporthürden für die deutsche Landwirtschaft im Fokus“, sagt Markus Spratte (Leitung Finanzen).

Auswirkungen auf Umsatz

Die Bad Arolser Firma Almo, einer der weltweit führenden Hersteller von Einmalspritzen, befürchtet, dass die bei einem Brexit zu erwartende Abschwächung des Britischen Pfunds sich auf den Umsatz auswirken würde. „Insgesamt schätzen wir die Risiken für Almo jedoch als gering ein“, sagte Managerin Hilka Bärenfänger. Dies sieht auch Autozulieferer Continental (Hannover und Korbach) für sein Unternehmen so.

Die Firma Osborn, international tätiger Hersteller von Industriebürsten mit Stammsitz in Burgwald, hat eine Landesgesellschaft in Großbritannien, die den Vertrieb übernimmt. „Insofern ist Großbritannien für uns ein relevanter Markt in Europa, wenn auch nicht unser größter Zielmarkt. Durch unsere Landesgesellschaft wären die Auswirkungen eines Brexit wahrscheinlich geringer als für andere Firmen ohne eine solche Gesellschaft“, sagt Geschäftsführer Marcus Schmidt.

Belastungen durch entstehende Zölle

Er befürchtet aber, wie auch Siegrid Sommer, Geschäftsführerin des Frankenberger Heißkanaltechnik-Herstellers Günther, Belastungen durch entstehende Zölle. Aber Sommer sieht „keinen Anlass zur Panik“ und fügt generell hinzu: „Die EU hat 16 Jahre lang ohne Großbritannien existiert. Eine EU ohne Deutschland oder Frankreich ist nicht vorstellbar. Eine EU ohne Großbritannien schon.“

Wie die seit 40 Jahren in Frankenberg lebende Schottin Susan Hausmann-Sloan die Situation sieht, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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