Allendorf

Briel schafft 15 Punkte in jeder Prüfung

- Allendorf/Gießen (r/gl). Die Allendorfer Verwaltungsfachangestellte Michaela Briel gehört hessenweit zu den besten Auszubildenden.

Im Rahmen einer Feierstunde im Gießener Regierungspräsidium ehrte am Mittwoch Staatssekretär Boris Rhein die vier besten Auszubildenden auf hessischer Verwaltungsebene. Die Ehrung erfolgte in diesem Jahr erstmalig und gebührte den besten Absolventen der Ausbildungsberufe „Fachangestellte für Bürokommunikation“, „Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste“ und „Verwaltungsfachangestellte“. Staatssekretär Rhein würdigte die Leistung der vier jungen Menschen als besonders beachtlich und bezeichnete die Ehrung als einen verdienten Lohn für harte Arbeit und gezieltes Lernen. Unter den Geehrten ist auch die Allendorferin Michaela Briel. Die 23-Jährige beendete ihr Ausbildung bei der Gemeinde Allendorf am 23. Juni und hat dort nun erst einmal einen befristeten Vertrag. „Sie ist nicht nur in der Schule gut, sondern weiß bei der Arbeit mit den Menschen umzugehen und ist immer sehr freundlich“, lobte Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn seine Angestellte. „Wir haben uns über ihren Erfolg gefreut und sind sehr stolz darauf“. Die Würdigung durch Rhein und den Gießener Vizeregierungspräsidenten Hans-Otto Kneip sei auch ein Lob an alle an der Ausbildung Beteiligten, insbesondere den Ausbildungsleiter Stefan Noll. Briel sagte, sie habe das Ziel einer glatten Eins – 15 Punkte in jedem Prüfungsfach – durch intensives Lernen erreicht. „Ich bin glücklich und froh, dass ich das nun hinter mir habe“, gab sie aber zu. Ihr mache die Arbeit mit den Kollegen und den Allendorfer Bürgern viel Spaß. „Am liebsten würde ich auch nach den zwei Jahren, die mein Vertrag gilt, bei der Gemeinde Allendorf bleiben“, sagte sie im Gespräch mit der Frankenberger Zeitung. Der ausgezeichnete Abschluss zeige ihr, dass die Berufsentscheidung richtig gewesen sein, und „dass ich das unbedingt weitermachen sollte“. Michaela Briel ist nicht die einzige Preisträgerin aus dem Landkreis: Auch Maximilian Heß vom Kreisausschuss Waldeck-Frankenberg war einer der besten vier Azubis der hessischen Verwaltungen. Im Beisein von Hans-Otto Kneip, zahlreichen Familienangehörigen und Ausbildern wünschte Rhein den Absolventen, dass die gezeigten Leistungen zu einem Berufsleben voller Selbstvertrauen und Tatendrang beflügeln mögen. Auch Verdienst der Eltern Der Staatssekretär dankte außerdem allen Ausbildern in den hessischen Behörden, die mit großem Engagement dazu beitragen, dass sich die jungen Auszubildenden gut betreut fühlten. Gleichfalls seien die gezeigten Leistungen aber auch ein Verdienst der Eltern, die Zeit und vor allem Geduld in die Ausbildung ihrer Kinder investierten. Die „Zuständige Stelle“ beim Gießener Regierungspräsidium betreut die Jugendlichen während ihrer Ausbildungszeit. Derzeit erlernen mehr als 2000 junge Menschen einen Verwaltungsberuf in einer hessischen Amtsstube. Neben dem Führen des hessenweiten Verzeichnisses über die Berufsausbildungsverträge sorgt sich das Team des Gießener Regierungspräsidiums vor allem um die persönlichen Belange der Auszubildenden, berät Umschüler und Fortbildungsteilnehmer. Prüfungsordnungen werden erlassen und deren Einhaltung überwacht, Ausbildungszeiten je nach persönlichem Profil verkürzt oder verlängert. Solche Veränderungen im Ausbildungsverhältnis hatte Michaela Briel nicht nötig. „Sie hat sich im Jahr 2007 unter mehr als 20 Mitbewerbern durchgesetzt“, erklärte Bürgermeister Junghenn. Die Auszeichnung zeige, dass sie die richtige Wahl gewesen sei. Derzeit, erklärt der Bürgermeister, würden die Bewerbungen auf die Nachfolgestelle als Auszubildender bei der Gemeinde Allendorf gesichtet. „Leider gibt es aber in diesem Jahr deutlich weniger Bewerbungen junger Leute.“

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