Bromskirchen saniert Hochbehälter für 50.000 Euro

+
Auf dem Gerüst: Zsolt Sebestyen von der Firma Baukult aus Hatzfeld arbeitet mit seinen Kollegen in den unterirdischen Kammern des Bromskircher Hochbehälters.

Bromskirchen. Der Hochbehälter für das Trinkwasser der Kerngemeinde Bromskirchen wird saniert. Die Versorgung der Menschen mit frischem und vor allem sauberen Wasser bleibt gewährleistet.

Wo sonst 150 Kubikmeter Wasser bis fast zu Decke reichen, steht im Moment ein fast vier Meter hohes Gerüst: Der Hochbehälter für das Trinkwasser der Kerngemeinde Bromskirchen wird derzeit saniert.

Das Häuschen mit den beiden unterirdischen Kammern wurde vor etwa 50 Jahren mit Stahlbeton gebaut, mittlerweile platzt aber die Decke ab, und die Stahlmatten sind zu sehen. „Das Problem gibt es öfter“, sagt Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. „Hygienisch ist das nicht bedenklich, aber auf Dauer kann das nicht so bleiben.“

Vor einigen Jahren seien die Decken der beiden voneinander getrennten Kammern des Hochbehälters „einfach mal zugeschmiert“ worden. Im vergangenen Jahr habe das Gesundheitsamt bei einer regelmäßigen Überprüfung angeregt, die Sache mittelfristig in Ordnung zu bringen.

Deshalb sind nun Mitarbeiter der Firma Baukult aus Hatzfeld in dem Hochbehälter am Werke. Zwei Wochen etwa brauchen sie für jede der beiden Kammern. Während die eine den neuen Putz bekommt, bleibt die andere für die Trinkwasserversorgung in Betrieb. Im Normalfall ist eine Kammer für Trinkwasser, die zweite für Feuerlöschwasser.

Auf dem Langeloh: Der Hochbehälter der Gemeinde Bromskirchen.

„Wir gewährleisten ohne den Zusatz von Chlor, dass die Trinkwasserqualität nicht leidet“, sagt Wolfgang Klein, der Wassermeister der Gemeinde. Auch bei der Wassermenge gebe es durch die Bauarbeiten keine Einschränkungen, sagt Klein: „Die Kammer wird immer am Limit gehalten, es gibt keinen Engpass.“ Etwa 120 bis 140 Kubikmeter Wasser würden die Bromskircher pro Tag verbrauchen - etwa eine Kammerfüllung also. Der Zulauf mit neuem Trinkwasser in die Kammer liege bei 80 Kubikmetern in der Stunde.

Die Fachfirma aus Hatzfeld bringt an den Decken den beiden Kammern einen Spritzmörtel auf, der für Trinkwasserbecken zugelassen ist, erklärt Mitarbeiter Zsolt Sebestyen. Der alte Putz wird zuvor mit Wasserhochdruck abgelöst, ein Korrosionsschutz für die Stahlmatten aufgebracht. Boden und Wände, die mit dem Trinkwasser in Berührung kommen, sind gefliest.

Während der Arbeiten und vor allem danach steht die Sauberkeit des Trinkwassers an erster Stelle: „Eine Fachfirma wird die Kammern wieder reinigen, danach werden Wasserproben genommen. Erst wenn alles in Ordnung ist, dürfen wir die jeweilige Kammer wieder in Betrieb nehmen“, erklärt Bürgermeister Frese.

33.000 Euro kostet die Gemeinde die Sanierung des Hochbehälters. Da gleichzeitig noch einige Modernisierungen vorgenommen werden und die Belüftung verändert wird, summieren sich die Kosten auf runde 50.000 Euro.

Quelle: HNA

Kommentare