Waldeck-Frankenberg: Brotprüfer fällte gutes Urteil

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Brotprüfung: Das Bild zeigt (von links) Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz bei seiner Arbeit in Korbach mit Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl, dem stellvertretenden Obermeister Michael Bienhaus und dem Obermeister der Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg, Gerhard Tent.

Landkreis Waldeck-Frankenberg. Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Qualität der Brote und Brötchen der Bäckereien im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist überwiegend gut oder sehr gut.

Das ergab die diesjährige Brot- und Brötchenprüfung der Bäcker-Innung des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Im Auftrag der heimischen Bäcker-Innung hatte Karl-Ernst Schmalz, unabhängiger Brotprüfer des Deutschen Bäckerhandwerks, mehr als 170 Brot- und Brötchenproben von insgesamt 19 Bäckereien aus dem Landkreis anonym auf ihre Qualität hin überprüft.

Sein Urteil hat Gewicht

Karl-Ernst Schmalz ist schon seit 23 Jahren als Brotprüfer tätig, das Brot ist seine Leidenschaft, sein Urteil hat Gewicht. Schmalz ist einer von insgesamt nur drei Brotprüfern, die in ganz Deutschland unterwegs sind, um Brot und Brötchen höchst genau unter die Lupe zu nehmen und letztlich auch zu beurteilen. „Mir gefällt es, jeden Tag mit Menschen in Kontakt zu sein und Bäckereien dabei zu helfen, ihre Produkte zu verbessern“, sagt Karl-Ernst Schmalz. In Deutschland gibt es aktuell übrigens 12 155 Bäckereibetriebe, die stellen jeden Tag mehr als verschiedene 400 Brotsorten her.

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Schmalz überprüfte die Brote und Brötchen anhand verschiedener Kriterien und bewertete anschließend auch das Gesamtprodukt. Kriterien waren dabei unter anderem Form und Aussehen der Bäckereiprodukte, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, aber auch Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch und Geschmack. „Das Ziel der Prüfung ist es, Bäckern bei der Verbesserung ihrer Produkte zu helfen und den Verbrauchern geprüfte Brotqualität und erstklassige Qualität zu gewährleisten“, kommentiert Schmalz seine Arbeit. Gerne steht er den Bäckereibetrieben auch beratend zur Seite und über diese Aufgaben hinaus gibt er auch Hygieneschulungen für Bäckereien.

Individuelle Prüfungen

Das konkrete Ergebnis seiner Prüfung in Waldeck-Frankenberg: Fast 90 Prozent der Bäckereiprodukte konnten mit gut oder sehr gut ausgezeichnet werden. Jedes Brot wurde individuell getestet, daher gibt es auch keine „ideale Brotform“. Ein Ciabatta ist flach, ein Baguette lang und schmal und ein Korbbrot rund – die Form und das Aussehen sollten stets zum Typ des Brotes passen.

Freiwillige Selbstkontrolle

Die Mitglieds-Betriebe der Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg unterziehen sich alljährlich dieser freiwilligen Selbstkontrolle der Brot- und Brötchenprüfung, um den sehr hohen Qualitätsstandard zu halten. Die eingereichten Produkte werden jeweils durch einen neutralen Gutachter vom Institut für Qualitätssicherung IQBack des Deutschen Bäckerhandwerks bewertet – in diesem Jahr von Karl-Ernst Schmalz.

„Beste Qualität gibt‘s nur vom Bäcker“, kommentierte der Obermeister der Waldeck-Frankenberger Bäcker, Gerhard Tent, das Ergebnis der Brot- und Brötchenprüfung: „Das beweisen unsere Innungsbetriebe mit den Ergebnissen der zentralen Brot- und Brötchenprüfung.“ Tent lobte auch die große Beteiligung der Waldeck-Frankenberger Innungs-Bäckereien. Für die Bäckereien sei es wichtig, sich regelmäßig dem Prüferurteil des Instituts für Qualitätssicherung zu stellen. „Vom Urteil der Fachleute profitieren nicht nur unsere Betriebe, sondern auch die Kunden.“ Durch die Prüfung erhielten die Kunden den bestmöglichen Nachweis über qualitativ hochwertige Backwaren.

Große Beteiligung

„Ich freue mich sehr über die große Beteiligung und natürlich auch über die guten Ergebnisse der Waldeck-Frankenberger Bäckereien“, kommentierte Gerhard Brühl, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, die Prüfungsergebnisse. Die Brote und Brötchen seien eben mit Leidenschaft zubereitete Handarbeit – ebenso wie die übrigen Backwaren. „Das ist eben echtes Handwerk, Gutes schmeckt einfach besser“, sagte Brühl. (mjx)

Quelle: HNA

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