An Brustkrebs erkrankte Patientinnen im Kreiskrankenhaus bekommen Kissen

Herzen gegen Schmerzen

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Hilfreiche Spende: (von links) Gesundheits- und Krankenpflegerin Anna-Lena Schneider und Dr. Volker Aßmann nehmen die selbst geschneiderten Kissen von Edeltraud Eßbach entgegen. OP-Schwester Petra Käufer vermittelte den Kontakt zwischen Kreiskrankenhaus und Handarbeitskreis.

Frankenberg. Zahlreiche kleine, bunte Kissen in Herzform überreichten die Näherinnen des Handarbeitskreises "Rostige Nadel" jetzt an das Kreiskrankenhaus Frankenberg. Die farbenfrohen, weichen Unikate sind jedoch nicht für Kinder gedacht.

Vielmehr sollen sie helfen, die Schmerzen von Brustkrebspatientinnen nach der Operation zu lindern. "Die Kissen entlasten die Operationsnarbe", erklärte der Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung, Dr. Volker Aßmann.

Jede neunte Frau erkranke im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, führte Dr. Aßmann aus. Um das bösartige Gewebe zu entfernen, erfolge eine Operation der Brust und die Entfernung eines "Wächterlymphknotens" der Achselhöhle.

Um den Wundschmerz nach einem solchen Eingriff zu lindern, helfen die flauschigen Stoffbeutel in Herzform. "Die Kissen werden unter den Arm geklemmt und können von den Frauen einfach und jederzeit getragen werden", erklärte Edeltraud Eßbach, die im Handarbeitskreis "Rostige Nadel" näht.

Seit Jahren engagieren sich die Frauen der Höringhäuser Gruppe für krebskranke Frauen und fertigen in ihrer Freizeit ehrenamtlich die bunten Stoffherzen. "Für unsere Kissen suchen wir farbenfrohe und vor allem waschbare Baumwollstoffe aus", berichtete Edeltraud Eßbach. Dann werden die Herzen zugeschnitten, vernäht und mit spezieller Füllwatte ausgestopft.

Das Besondere: Die Herzen haben ein bestimmtes Schnittmuster, welches genau auf die Bedürfnisse von Patientinnen abgestimmt ist. "Da die Kissen auf beiden Seiten längere Ohren haben, können sie von unseren Patientinnen besonders gut getragen werden", erklärte Dr. Aßmann. Aufgrund der Herzform passten sich die Kissen sehr gut der Körperform an, verminderten ein mögliches Missempfinden in der Haut und entlasteten die Operationsnarbe. Insgesamt werde dadurch der Wundschmerz vermindert und der Lymphabfluss gefördert. (nh/gsk)

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Quelle: HNA

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