Frankenberg

Buch über Fahrten in Fußballstadien

- Frankenberg (sr). Liverpool, Prag, Rom und viele weitere Metropolen waren Ziele von Joachim Hesses Fußballfahrten. Der 31-Jährige aus Frankenberg hat ein Buch über seine Erlebnisse in europäischen Fußball-Stadien veröffentlicht.

Von Kindesbeinen an gehörte Fußball zum Leben von Joachim Hesse. Er kickte seit der E-Jugend beim TSV Hessen Frankenberg und spielte später beim TSV Viermünden/Schreufa und TSV Geismar. Sein erstes Spiel als Zuschauer erlebte Hesse auf dem Frankenberger Sportplatz „An der Eder“. Bis heute hat der Sozialversicherungskaufmann mehr als 600 Fußballspiele in 17 Ländern besucht. Dass er über viele Erlebnisse ein Buch schreiben könnte, das stand für den Hobby-Autor schon seit mehreren Jahren fest. Nach der Veröffentlichung seines ersten Werkes „Kleinstadtkrach“ über eine Frankenberger Musikband 2008 schrieb er gleich weiter: das Fußballbuch.

In seinem zweiten Buch schildert er beispielhaft elf Reiseerlebnisse in deutsche und europäische Stadien. Die in 13 Ordnern gesammelten Eintrittskarten wecken viele Erinnerungen bei dem Fan von Borussia Mönchengladbach und KSV Hessen Kassel. „Zu gerne hätte ich einen großen Verein in meiner Nähe gehabt, dessen Heimspiele ich mit dem Fahrrad erreichen könnte“, sagt Hesse. In rund 15 Jahren hat er viele Tausend Kilometer mit der Bahn, dem Auto, dem Schiff und Flugzeug zurückgelegt. Manchmal besucht er drei oder vier Spiele an einem Wochenende – Hauptsache Fußball. „Irgendwann haben auch die ,Sinnlos-Spiele‘ wie Luxemburg gegen Albanien oder Budissa Bautzen gegen Energie Cottbus zugenommen“, schreibt Hesse in seinem Vorwort. Seine Geschichten zeigen, dass die kleinen Dinge, die unterwegs oder drumherum passieren, häufig interessanter sind als der Fußball selbst. So zum Beispiel die 16-Stunden-Fahrt für das 25-Minuten-Spiel Bayern München gegen den Hamburger SV am 4. März 2006. Gemeinsam mit seinem Freund Mike Schwarz geriet Hesse auf der Fahrt gen Süden in ein Schneechaos mit vielen Staus. Nach Umwegen und über acht Stunden Fahrt erreichten beide in der 68. Spielminute das Stadion und erlebten die erste Bundesliga-Niederlage der Bayern in der neuen Allianz-Arena. Auf dem Rückweg kam Hesse bei Bad Wildungen auch noch ein Fuchs unter die Räder. Fast genauso aufregend war die Bahnreise nach Prag. Mitten in Sachsen blieb die Lok mangels Diesel im Tank stehen. Hesse besuchte, damals im April 2004, nicht nur zwei Spiele von Sparta Prag II und Slavia Prag, sondern auch mehrere Begegnungen der Eishockey-Weltmeisterschaft. Zu seiner Sportbegeisterung zählen auch Basketball, Frauen-Handball oder Football. Wehmütig erlebte Hesse die Abrissarbeiten am Londoner Highbury-Stadion.

Doch damit nicht genug – demnächst geht’s noch weiter weg. Mitte Juni fliegt Hesse zur Weltmeisterschaft nach Südafrika, wo er drei Spiele live miterleben will. Vorher geht’s noch zum Testländerspiel der deutschen Nationalmannschaft in Budapest gegen Ungarn. „Mein Buch ist nur ein Zwischenbericht mit einigen Highlights“, betont der Autor, der sich selbst als deutscher Nationalspieler bezeichnen kann. Im September und November 2007 kickte er mit der Fan-Auswahl des Deutschen Fußballbundes in Cardiff und Frankfurt gegen Wales,

Das Buch „Fußballfahrten“ ist beim Autor direkt oder im Frankenberger Buchhandel für zwölf Euro erhältlich.

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