Fragebogenaktion für geplanten Bürgerbus in Hatzfeld ist gestartet

Bürger bestimmen den Fahrplan

Mit dem Bus zum Friedhof? Das klappt nicht immer, vor allem nicht aus den kleineren Stadtteilen. Ein Bürgerbus soll Fahrten zwischen Hatzfeld und den Dörfern flexibler gestalten. Die Vorbereitungen haben begonnen. Foto: Marco Steber

Hatzfeld - Mehr Mobilität für Senioren, für Menschen ohne Führerschein, für Bürger in abgelegenen Ortschaften: Das sind die Ziele eines Bürgerbusses, den Bürgermeister Dirk Junker anstrebt. In diesen Tagen werden Fragebögen verteilt, die Aufschluss über den Bedarf geben sollen.

Von Lindenhof zum Arzt? Von Reddighausen nach Marburg? Von Biebighausen nach Hatzfeld und wieder zurück? Wer kein Auto hat, steht oftmals vor großen Problemen, denn in Hatzfeld ist der öffentliche Nahverkehr - wie vielerorts in ländlichen Regionen - nicht sonderlich gut ausgebaut. Für mehr Mobilität, Flexibilität und Lebensqualität für die Menschen in Hatzfeld und den Stadtteilen will Bürgermeister Dirk Junker mit einem Bürgerbus sorgen: Ein Kleinbus soll die Menschen zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt hin und her transportieren - und zwar zu einem Preis, der sich an den Kosten für eine Busfahrt orientiert.

Die Fahrten sollen ehrenamtlich organisiert werden. Denn einen Kleinbus mit acht Sitzen darf jeder fahren, der den Führerschein der Klasse B hat. Doch welche Fahrten sind überhaupt gewünscht? Und zu welchen Zeiten besteht Bedarf? Mit einer Umfrage sollen die Hatzfelder Bürger diese und andere Fragen beantworten - anonym. Sie wird in diesen Tagen in der Kernstadt und den Stadtteilen verteilt.

Gut sechs Wochen Zeit - bis zum 30. September - haben die Hatzfelder, um den Fragebogen auszufüllen und in den Briefkasten beim jeweiligen Ortsvorsteher oder der Stadtverwaltung zu werfen. Der Fragebogen ist auch im Internet auf www.hatzfeld-eder.de abrufbar. (apa)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der FZ am Donnerstag, 14. September.

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