Bürgermeisterkandidat OIiver Zissel (Bürgerliste Holzhausen) stellt sein Wahlprogramm vor

Bürger in Entscheidungen einbinden

Hatzfeld - Gemeinsam Zukunft gestalten, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Verbesserung der finanziellen Situation der Stadt sind Eckpunkte im Wahlprogramm von Oliver Zissel.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir im gemeinsamen Dialog mehr für Hatzfeld erreichen können“, sagt der Holzhäuser. Dazu sei notwendig, „dass wir die unterschiedlichen Parteien und Interessengruppen zusammenbringen und Lösungen für die Probleme unserer Stadt finden“. Die frühzeitige Einbindung der Bürger in wichtige Entscheidungen schaffe Vertrauen.

Die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eine der Kernaufgaben, um dem demografischen Wandel zu begegnen. „Vielfach sind heute zwei Gehälter nötig, um eine Familie zu ernähren, deshalb gilt es, die Betreuungsmöglichkeiten an den Nachmittagen auszubauen“, sagt Zissel. Kinder- und Jugendarbeit solle unterstützt werden. „Die Stadt kann hierbei durch die Unterhaltung und Sanierung der Spielplätze und die Bereitstellung von Jugendräumen in städtischen Liegenschaften einen Beitrag leisten“, der Löwenanteil werde aber in Kindertagesstätten, Vereinen und Kirchengemeinden geleistet. Das Vereinswesen in der Kernstadt und den Stadtteilen müsse gefördert werden.

Tourismus fördern

„Gleichzeitig müssen wir uns aber auch auf die Bedürfnisse einer immer älter werdenden Bevölkerung einstellen.“ Daher seien Konzepte nötig, die es auch den älteren Mitbürgern ermöglichen, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. „Die Seniorenarbeit und -beratung muss Bestandteil unserer Kommunalpolitik werden.“

Die finanzielle Situation habe sich in Hatzfeld, wie in den meisten Kommunen, verschlechtert. Grund seien Verpflichtungen, die der Stadt per Gesetz übertragen wurden.

„Bund und Land sind gefordert, die kommunalen Finanzen stärker von der Konjunktur zu entkoppeln und den Kommunen durch aufgabengerechte Finanzierung die Handlungsspielräume zu gewähren, die für die Herausforderungen der Zukunft notwendig sind.“ Das werde zur Konsolidierung des Haushalts aber nicht ausreichen. „Für den Abbau der Verschuldung setze ich auf Einsparungen und Effizienzsteigerung.“ Das solle nach Möglichkeit ohne weitere Belastungen für die Bürger erfolgen. Auch die Energiewende möchte Zissel vorantreiben. „Hatzfeld verfügt im Stadtgebiet über einen Mix aus verschiedenen alternativen Energiequellen“. Aufgabe der politisch Verantwortlichen müsse es sein, die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Energiequellen nutzbar gemacht werden können und dem Bürger Einsparmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Es müsse nach Wegen gesucht werden, regionale Wertschöpfung zu betreiben. „Nur so können langfristig Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, Steuereinnahmen generiert und die Versorgung der Bevölkerung mit preiswerter Energie sichergestellt werden.“

Kernstadt und die Stadtteile sollten weiter wirtschaftlich entwickelt werden. „Als Ansprechpartner für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist hier der Bürgermeister gefordert.“

Chancen sieht Zissel auch im Tourismus. „Die Fertigstellung des Ederradweges eröffnet neue Möglichkeiten der touristischen Erschließung.“ Gerade durch den Rad- und Wandertourismus könne Hatzfeld stärker von Tagestouristen profitieren. „In Zusammenarbeit mit den Gastronomie- und Gewerbebetrieben und privaten Ferienwohnungsvermietern müssen Konzepte entwickelt werden, um die Entwicklung dieses Tourismuszweiges weiter voranzutreiben.

Die Frankenberger Zeitung lädt zum Wahlforum ein, bei dem sich erstmals vor der Wahl am 4. November alle Kandidaten gemeinsam öffentlich vorstellen und zu aktuellen Fragen Rede und Antwort stehen. Es findet statt am Montag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr im Hatzfelder Bürgerhaus.

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