Edertalschule: Leistungskurs Geschichte präsentiert Ausstellung in der Frankenberger Kulturhalle

Der Bürger im Visier der Stasi

Beschäftigten sich mit dem Thema DDR: (von links) Teresa Hoffmann, Marco Specht, Jan Eckel, Daniel Dithmar, Matthias Hahn und Sebastian Gryll vom Leistungskurs Geschichte. Hier vor den Schautafeln der Ausstellung der Stasi-Unterlagenbehörde. Foto:  Battefeld

Frankenberg. Eine Ausstellung zu Maßnahmen und Methoden des Staatssicherheitsdienstes in der ehemaligen DDR wurde gestern vom Leistungskurs Geschichte der Jahrgangsstufe 12 der Edertalschule eröffnet. Die 19 Jugendlichen hatten sich seit vergangenem Jahr mit ihrem Tutor Arno Jacobsen mit dem Thema DDR beschäftigt – und jetzt ist es ihnen gelungen, eine Ausstellung der Stasi-Unterlagenbehörde nach Frankenberg zu holen.

Unter dem Thema „Die Arbeit am Feind – der Bürger im Visier der Stasi“ wird auf 16 Schautafeln über die Arbeitsweise der Staatssicherheit und deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen in den ehemaligen Bezirken Frankfurt-Oder und Cottbus informiert. Der Ausstellung wurden Unterlagen zugrunde gelegt, die überwiegend aus dem Archiv der Außenstelle Frankfurt-Oder stammen.

„Die Idee wurde geboren, als wir eine Umfrage gelesen haben, in der es darum ging, was Jugendliche über die DDR wissen“, erklärte Arno Jacobsen. Die Auswertung der Ergebnisse habe gezeigt, dass viele überhaupt nichts oder nur wenig gewusst hätten, berichtete der Geschichtslehrer. Eigentlich sei die DDR-Geschichte erst für die Jahrgangsstufe 13 vorgesehen. „Wir haben es jetzt aber vorgezogen, haben ein bisschen recherchiert und auch Ausstellungen besucht“, erzählte Jacobsen. Schließlich seien die Schüler auf die Idee gekommen, die Ausstellung der Stasi-Unterlagenbehörde nach Frankenberg „auszuleihen“.

Die Mitglieder des Leistungskurses hatten gestern nach einer kurzen Einführung durch ihre Mitschüler Nils Krautwald und Torsten Höcker erstmals die Gelegenheit, die Tafeln anzuschauen. Dabei zeigten sie sich besonders beeindruckt von den politischen Prozessen in der Ära Ulbricht und einigen Berichten von Inoffiziellen Mitarbeitern.

Die Ausstellung wird noch bis zum 8. Mai in der Frankenberger Kulturhalle verbleiben und soll auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein: Ein Besuch ist möglich von Montag, 3. Mai, bis Freitag, 7. Mai, von 15 bis 19 Uhr und am Samstag, 8. Mai, von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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