Bürger wollen Wiesenfelder Wasser zurück: Tiefbrunnen soll reaktiviert werden

Wiesenfeld. Wegen der Verunreinigungen im Wasser des Wiesenfelder Tiefbrunnens kauft die Gemeinde Burgwald derzeit das Trinkwasser von der Energie-Gesellschaft Frankenberg.  

Und das ist teuer, klagte Bürgermeister Lothar Koch in der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag in Bottendorf.

Mit den kalkulierten 135 000 Euro werde die Gemeinde in diesem Jahr nicht hinkommen. Zudem forderten die Bürger das Wiesenfelder Wasser zurück, denn jenes aus der Frankenberger Leitung sei deutlich kalkhaltiger. „Deshalb wollen wir so schnell wie möglich den Tiefbrunnen reaktivieren.“

Dafür notwendig sind der Bau einer Verbindungsleitung vom Hochbehälter Ernsthausen nach Wiesenfeld inklusive Druckerhöhungsanlage, der Bau einer weiteren Leitung vom Tiefbrunnen Wiesenfeld zum Hochbehälter in Burgwald einschließlich der Stilllegung der alten Leitung und der Bau einer Aufbereitungsanlage mit Absetzbecken am Tiefbrunnen in Wiesenfeld.

Diese Bauprojekte sollen nun ein Jahr früher umgesetzt werden. Dafür stellt die Gemeinde 250 000 Euro in den Nachtragshaushalt ein. Die Ausschreibung und der Bau für diese zweite Leitung sollen im ersten Halbjahr 2016 folgen. Ebenfalls noch in diesem Jahr beginnt die Planung für die Aufbereitungsanlage. Sie soll bereits Ende 2016 fertiggestellt sein; 525 000 Euro sind dafür vorgesehen. Im Jahr 2017 will die Gemeinde für 400 000 Euro die Leitung zwischen den beiden Hochbehältern in Burgwald und am „Vogelhaus“ kaufen. Allein für die Ingenieurleistungen fallen knapp 192 000 Euro an. Dieser Ausgabe stimmten die Gemeindevertreter einstimmig zu.

„Der Zeitplan ist sportlich, „aber das kann gelingen“, so Koch. Klaus Klimaschka (BLE) verwies auf ein Förderprogramm für finanzschwache Kommunen, das für Infrastrukturprojekte Quoten bis zu 90 Prozent vorsehe. Koch will nun prüfen, ob ein Förderantrag für die Reaktivierung des Brunnens und die Leitungsbauten sinnvoll ist.

Von Andrea Pauly

Quelle: HNA

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