Bürgeriniative fordert Hackschnitzel statt Biogas

+
Energieversorgung in der Diskussion: Den Bau einer Biogasanlage in der Willershäuser Straße in Rosenthal will die Bürgerinitiative Rosenthal verhindern. Das Bild zeigt eine solche Anlage in Sohlingen bei Uslar.

Rosenthal. Ein akzeptables Energiekonzept für die gesamte Stadt Rosenthal mit Vorteilen für alle Bürger und minimalen Nachteilen: Das ist das Ziel der Bürgerinitiative, die sich seit einigen Monaten vor allem gegen den Standort der geplanten Biogasanlage an der Willershäuser Straße einsetzt.

Zu ihrer dritten Informationsveranstaltung lud die Bürgerinitiative auch die Stadtverordneten ein. Die mittlerweile etwa 50 Mitglieder beklagen die ihrer Meinung nach wenig transparente Informationspolitik der Stadt Rosenthal; Bürgermeister Hans Waßmuth werfen sie ein parteiisches Verhalten vor, das vor allem das Ziel des Investors der Anlage im Blick habe und Argumente und Einwände der Kritiker übergehe.

Thematischer Schwerpunkt des Abends war die Vorstellung eines Energie- und Nahwärmekonzepts für Rosenthal als Alternative zur Biogasanlage. Jens Kühl von der Bürgerinitiative nannte folgende Punkte, die für ein genossenschaftlich geführtes Wärmekraftwerk mit Hackschnitzeln, einem Blockheizkraftwerk für den Sommer und dazu einem Reservekraftwerk zur Ausfallsicherheit und für Spitzenbelastungen sprächen:

• Gemäß dem Motto „Das Geld des Dorfes dem Dorf“ würde nicht ein einzelner Investor, sondern der gesamte Ort profitieren.

• Man wäre unabhängig von zu erwartenden weiteren Anstiegen des Öl- und Gaspreises.

• Die Situation in Rosenthal sei gut geeignet für ein Nahwärmenetz.

• Es gebe genügend Holz „vor Ort“, damit entstünden nur geringe Transportkosten.

• Holz werde nachhaltig produziert – im Gegensatz zu Mais. • Das Gemeinschaftsgefühl werde gefördert. Die Wohnattraktivität werde erhöht, der ländliche Raum gestärkt.

• Das Holzhackschnitzelkraftwerk wäre ein Beitrag zur Minderung einer zukünftigen Klimakatastrophe.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

Kommentare