BI Bachwiesen bringt in Diskussion um mögliches Neubaugebiet in Röddenau Kompromisslösung ins Spiel

Bürgerinitiative fordert Klarheit beim Hochwasserschutz

Bis nah heran an die Wohnhäuser steht das Wasser in den Bachwiesen bei Hochwasser.Foto: pr

Frankenberg - Die Bürgerinitiative Bachwiesen hat inzwischen über 300 Unterstützer über eine Unterschriftenliste gefunden. Die Sprecher weisen noch einmal darauf hin, dass das Baugebiet nicht verhindert werden solle, sondern dass sich die BI gegen das Ausmaß und die damit einhergehende Zerstörung an der Natur, die Beeinträchtigung von Menschen und den Verfall des Ortskerns wendet

Die Zuspitzung auf einen Entweder-oder-Konflikt sei unnötig, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Es gelte, die Interessen der Bauwilligen, der Eigentümer der Wiesen und der alteingesessenen Bevölkerung in Einklang zu bringen.

„Wir setzen uns für eine Kompromisslösung ein: Verkleinerung des Baugebietes, Erhalt eines Teils der Wiesen für Mensch und Natur und den Verzicht auf den Ausbau der Kastanienallee und des Mittelweges westlich des Baugebietes, um eine Verschärfung der Verkehrsproblematik im Muschelweg und die Entwicklung des Mittelwegs zur Rennstrecke zu verhindern“, teilen die Sprecher Thomas Baumann, Heinz-Willi Bornscheuer, Tanja und Marco Gaydos und Monika Güttinger mit.

„In Bezug auf die geplante Straßenbreite möchten wir darauf hinweisen, dass in den ausgelegten Unterlagen des Planungsbüros von einer Gesamtbreite von 8,5 Metern die Rede ist.“

Besonderen Wert legt die BI auf die Nässe der Bachwiesen durch mangelnde Versickerung und auf die regelmäßige Überflutung der Wiesen durch den Goldbach. In einem Auszug aus der Begründung des Bebauungsplans zum Thema Niederschlag heiße es: „Anzumerken ist an dieser Stelle, dass aus Gründen des hoch anstehenden Grundwassers eine Versickerung im Plangebiet voraussichtlich nicht möglich ist.“ Punkt vier dieser Begründung sei zu entnehmen, dass der Goldbach nicht eingefasst werden solle. „Wie soll also der Hochwasserschutz für das geplante Baugebiet gewährleistet werden, wie hoch werden die Kosten voraussichtlich sein und wer trägt diese Kosten?“, fragen sich die Röddenauer. (r/tt)

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