Geplanter Bau der Biogasanlage an der K 117

Bürgerinitiative kritisiert Pläne der EGF

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Frankenberg - Die Bürgerinitiative gegen die Biogasanlage hat ihre Kritik am Standort bekräftigt. In einer Presseerklärung wird gegen die Pläne der Investoren gewettert.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative seien empört über die Ausführungen des Geschäftsführers der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF), Karl-Heinz Schleiter (WLZ-FZ berichtete). "Den Standort als ideal zu bezeichnen, sehen nicht nur die Bürgerinitiative, sondern auch viele Politiker und Unternehmen als falsch", teilt Uwe Ochse in einer Presseerklärung mit. Auch eine "verniedlichende Fotomontage" könne nicht über die Größe und vor allem die rein wirtschaftlichen Interessen des Investors hinwegtäuschen.

Die Aussage der EGF, dass Bundeswehr, Schulen und andere Gebäude mit Wärme versorgt werden sollen, seien rein spekulativ. Die Anzahl der Soldaten werde fast doppelt so hoch angegeben wie in der Zukunft geplant, wirft die BI Schleiter eine Argumentation mit falschen Zahlen vor. Und die Hans-Viessmann-Schule habe ihre Heizungsanlage erst vor kurzem erneuert und müsste für den Einsatz eines Blockheizkraftwerk erneut Investitionen tätigen. "Um diese und andere Gebäude mit Rohbiogas zu versorgen, müssten neue Leitungen verlegt werden, was bisher laut EGF nicht wirtschaftlich ist." Dies sei bisher das Hauptargument für den geplanten Standort neben der Hauptgasleitung gewesen.

Die neue Darstellung einer verkleinerten Anlage könne keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine industrielle Großbiogasanlage handele. Die Verringerung der Leistung um zehn Prozent mache daraus keine landwirtschaftlich privilegierte Biogasanlage.

Durch die Wahl von Rüdiger Heß als Bürgermeister hat die Bevölkerung nach Ansicht der Bürgerinitiative ein Signal gegen die Biogasanlage gesetzt. "Auch diePolitik sollte sich daran orientieren und handeln." (r)

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