Bürgermeister beschimpft und bedroht: Mann muss 1200 Euro zahlen

Gemünden. Weil er Gemündens Bürgermeister Frank Gleim bedroht hat, ist ein 52-Jähriger aus Gemünden am Montag vom Frankenberger Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt worden.

„Da kommt ja das Arschloch, den bringe ich um“ und „Eines Tages haue ich dir auf dein verlogenes Maul, dass du es 14 Tage nicht mehr aufmachst“, hatte der Angeklagte dem Bürgermeister aus seinem Wohnungsfenster zugerufen.

Der 52-Jährige gab vor Gericht unumwunden zu, diese Worte gesagt zu haben. „Mir ist der Kragen geplatzt, ich habe mir in den letzten Jahren genug gefallen gelassen“, sagte der Mann, der zur Tatzeit im Februar 2012 in einer städtischen Mietwohnung gewohnt und sich geärgert hatte, dass die Wasserleitung eingefroren war. Wie Mitarbeiter des Bauhofs aussagten, sei der Mann aber selbst schuld daran gewesen, weil er die Haustür für seine Katze offen gelassen hatte. Auch einen der Bauhof-Mitarbeiter hatte der Angeklagte bedroht, wie er zugab: „Dich mache ich platt“, habe er ihm gesagt.

Dritter Anklagepunkt war eine Beleidigung: Der 52-Jährige hatte einem Rentner aus Haina auf der Kreisstraße zwischen Lehnhausen und Oberholzhausen den Mittelfinger gezeigt. Wie der Rentner aussagte, war der Angeklagte zuvor sehr dicht auf sein Auto aufgefahren.

„Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass sich das alles so zugetragen hat“, sagte Richterin Andrea Hülshorst. Sie gestattete dem geschiedenen Frührentner, die 1200 Euro in 60 Tagessätzen à 20 Euro oder in über zwei Jahre in Monatsraten zu 50 Euro zu zahlen. (jpa)

Quelle: HNA

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