Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg-Korbach

Bürgermeister Heß rechnet mit zusätzlichen Fördermitteln

Frankenberg - Nach der Zustimmung für die Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg-Korbach im Kreistag fordert der Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß finanzielle Unterstützung für die Gestaltung des Bahnhofs-Umfeldes.

Heß teilte mit, dass sich die Stadt der Aufgabe und den damit verbundenen Veränderungen im innerstädtischen Verkehr positiv stellen werde. Der Rathauschef habe dabei insbesondere die drei Bahnübergänge im Blickpunkt, wobei die Übergänge in der Röddenauer Straße und der Jahnstraße für den innerstädtischen Verkehr sicherlich die problematischsten seien.

Finanzielle Auswirkungen für die Stadt erwartet Heß jedoch nicht: „Wir gehen davon aus, dass auf die Stadt Frankenberg keine Kosten bezüglich der Bahnübergänge zukommen dürfen, weil wir als Stadt ja auch nicht an den Verhandlungen und der Entscheidung zur Reaktivierung der Bahnstrecke beteiligt waren.“ Vor diesem Hintergrund habe der Kreis bereits die Bereitschaft signalisiert, die Kosten für die Wiederherrichtung der Bahnübergänge zu übernehmen.

In diesem Zusammenhang forderte der Frankenberger Bürgermeister Hilfe und Unterstützung für die Sanierung des Bahnhofsumfeldes an und nannte dazu ausdrücklich alle Vertragspartner des Bahnprojektes, also den Landkreis Waldeck-Frankenberg, die Deutsche Bundesbahn, die Kurhessenbahn, den Nordhessischen Verkehrsverbund sowie das Land Hessen. „Gerade das Land Hessen ist ja auch in die Stadtsanierung involviert. Dabei geht es nach der Sanierung der Bahnhofstraße im nächsten Schritt auch um die Attraktivierung des Bahnhofs und des Bahnhofsumfeldes. Hier rechne ich mit weiteren Fördermitteln“, erläuterte Heß.

Der Frankenberger Bürgermeister wies in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass aus seiner Sicht vor der Reaktivierung der Bahnstrecke auch die Bevölkerung hätte gefragt werden sollen.

Jedenfalls sei dadurch, dass andere die Entscheidung getroffen hätten, die Stadt Frankenberg bei der finanziellen Beteiligung außen vor. Dabei könnte es mit den Bahnübergängen und der Gestaltung des Bahnhofs-Umfeldes noch nicht getan sein: „Inwieweit der innerstädtische Verkehr aufgrund der Schließzeiten der Bahnübergänge umstrukturiert werden muss, wird erst die Zukunft zeigen“. (r)

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