Frankenberg

Bürgermeisterwahlkampf: Engelhardt stellt Programm für Senioren vor

- Frankenberg (jos). Bürgermeister Christian Engelhardt will mit einem mobilen sozialen Hilfsdienst unter dem Titel „Seniorenservice-Extra“ ein weiteres Angebot für Senioren schaffen und bestehende Angebote dabei einbeziehen.

„Aufgabe des mobilen sozialen Hilfsdienstes ist es, vor allem ältere Menschen dabei zu unterstützen, den Alltag besser zu meistern und Kontakte ins soziale, gesellschaftliche Umfeld weiter zu erhalten beziehungsweise auszubauen“, erklärt Engelhardt. Schwerpunkt sei daher nicht die Pflegedienstleistung, für die es bereits entsprechende Spezialisten gebe, sondern Dinge wie Besuchsdienste (Vorlesen, Spielen, Spaziergänge, Unterhaltung), Friedhofsbesuche, Begleitung bei Behördengängen, zu Ärzten, zu Veranstaltungen, Ausflügen, Fahrten, zu Sportaktivitäten und weiteres mehr. Darüber hinaus kämen Dienstleistungen im häuslichen Umfeld in Frage wie Einkaufen, Putzen, Gartenarbeit, kleinere Hilfen in und um den Haushalt herum.

„Ich stelle mir vor, dass zunächst alle Angebote, die es in der Stadt bereits von privater Seite gibt und die gut funktionieren, wie zum Beispiel den Einkauf-Lieferservice von Lebensmittelhändlern, den Taxi-Fahrdienst zum Arzt und vieles mehr, erfasst werden und unter anderem mit dem Seniorenbeirat diskutiert wird, was vernetzt und was zusätzlich angeboten werden sollte“, erläutert Engelhardt sein Vorhaben.

„In anderen Städten werden für die angeführten Aufgaben häufig Zivildienstleistende eingesetzt, aber ich denke, dass sich diese Aufgaben auch für Menschen eignen, die sich selbstständig machen wollen oder sich beruflich umorientieren möchten“, sagt Engelhardt. Aber dies sei erst der zweite Schritt. Eine Möglichkeit könnte es auch sein, diese Aufgaben im Rahmen einer zu gründenden Ehrenamts-Börse anzugehen. Denkbar sei vieles. „Aus diesem Grund möchte ich das Thema bereits vor der Bürgermeisterwahl angehen und habe es bereits in einer ersten Runde mit dem Seniorenbeirat andiskutiert. Dabei haben wir festgestellt, dass es zunächst nötig ist, die vielen vorhandenen Hilfsangebote im Detail zu erfassen.“

In einer zweiten Runde sollen Partner wie Pflegedienste und Unternehmen mit an den Tisch. Wichtig sei es, nicht mit den Privaten zu konkurrieren, sondern wirklich ergänzende Angebote zu schaffen. Die bestehenden ehrenamtlichen Strukturen wie die Seniorenclubs mit ihren Freizeitangeboten müssten eingebunden werden: „Wir wollen diese Angebote ergänzen und verbessern. Ich will dem Seniorenservice-Extra gemeinsam mit Partnern am Runden Tisch klare Konturen geben und es dann umgehend umsetzen“, so Engelhardt.

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