Wassergebühren in Burgwald sollen um 20 Cent erhöht werden

„Bürgern reinen Wein einschenken“

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- Burgwald (pk). Die Wassergebühren in Burgwald sollen um 20 Cent erhöht werden. Das empfiehlt der Haupt-, Finanz- und Bauausschuss der Gemeindevertretung Burgwald.

Weil der Trinkwasserbrunnen in Wiesenfeld verunreinigt ist, kann die Gemeinde Burgwald dort kein Wasser mehr für die Versorgung der Bürger entnehmen. Daher kauft die Gemeinde seit einigen Monaten für zunächst fünf Jahre Wasser von der Energie-Gesellschaft Frankenberg zu. „Dadurch ist der Gebührenhaushalt in Schieflage geraten“, sagte Bürgermeister Lothar Koch am Montag in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Bauausschusses.

Rund 137 000 Euro fehlen, um das Defizit auszugleichen. Der Gemeindevorstand habe daher laut Koch empfohlen, die Gebühren um zehn Cent je Kubikmeter zu erhöhen und eine Grundgebühr in Höhe von zwölf Euro für die Wasserzähler zu erheben. Hermann Briel (Bürgerliste Ernsthausen) forderte, „den Bürgern reinen Wein einzuschenken“. Eine Erhöhung um zehn Cent würde nur rund 20 000 Euro einbringen. „Man hätte das Defizit ausgleichen sollen. Wasser hat halt seinen Preis.“ Klaus Klimaschka (BLE) unterstützte seinen Fraktionskollegen in der Forderung: „Unter einer Erhöhung von 60 Cent braucht man gar nichts zu machen. Dann können wir es auch ganz lassen.“

Bürgermeister Koch gab den Abgeordneten zwar recht, erinnerte aber daran, dass auch die Grundsteuer im nächsten Jahr angehoben werde, ebenso die Abwasser- und Friedhofsgebühren. „Wir wollten auch eine Überbelastung der Bürger vermeiden.“ Mehrheitlich einigte sich der Ausschuss darauf, dem Gemeindeparlament eine Erhöhung der Wassergebühren um 20 Cent zu empfehlen. Zeitgleich solle angekündigt werden, die Gebühren künftig jährlich um weitere 20 Cent anzuheben. In der Jahresabschlusssitzung am Freitag wird das Parlament sich mit der Erhöhung beschäftigen.

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