Bürgerverein „Wir für uns“ in Rosenthal löst sich auf

Vereinsaufgabe nach sieben Jahren: Der bisherige Vorstand des Bürgervereins „Wir für uns“ in Rosenthal mit (von links) Rebekka Zölzer, Erika Olbrich, Lydia Waßmut und Herbert Doss. Foto: Moniac

Rosenthal. „Der Verein hat seinen eigentlichen Zweck verfehlt“, sagt Erika Olbrich, Vorsitzende des Rosenthaler Bürgervereins „Wir für uns“, der nach sieben Jahren bei der Jahreshauptversammlung aufgelöst wurde. Olbrich war aus persönlichen Gründen nicht bereit, sich erneut für den Vorsitz zur Verfügung zu stellen; andere Kandidaten gab es nicht.

„Anfangs war ich Feuer und Flamme“, sagte die Vorsitzende. Man müsse aber deutlich sehen, dass das ursprüngliche Ziel, sich gegenseitig Hilfe zu leisten, so gut wie nicht stattgefunden habe.

Der Verein, dessen Größe durch Wegzug oder aus Altersgründen auf 62 Personen geschrumpft sei, bestehe fast nur noch aus älteren Mitbürgern. Die jüngeren Mitglieder seien noch zu sehr vom Berufsleben beansprucht, um sich an der wechselseitigen Hilfe zu beteiligen. Auch das Punktesystem, mit dem man durch eigene Leistungen den Anspruch auf Hilfe erwerben konnte, habe sich nicht bewährt.

Die Vereinsmitglieder bedauerten die Entwicklung, analysierten die Gegebenheiten aber in aller Offenheit und Klarheit. Sie äußersten die Befürchtung, dass ohne die Vereinsstruktur auch die beliebten Frühstücks- und Kaffeetreffen nicht mehr stattfänden und die Kontakte untereinander nicht mehr gepflegt würden. Hier zeigte sich allerdings die Alternative, die Treffen monatlich im Restaurant „Rosengarten“ fortzuführen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim soll nicht eingestellt werden.

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Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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