Amberg

Bundesentscheid der Jugendfeuerwehren: Rodaer jubeln über Platz fünf

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- Amberg/Roda (mwi). Wie einen Sieg hat die Rodaer Mannschaft den fünften Platz beim Bundesentscheid der Jugendfeuerwehren im bayerischen Amberg gefeiert. Den Titel holte das Team aus Möllenbeck in Niedersachsen.

„Lauf, lauf, lauf“, mit energischer Stimme feuerte der Rodaer Jugendwart Peter Werner seine neun Jungen beim gestrigen Bundesentscheid der besten 36 Jugendfeuerwehr an. Die Bedeutung des Wettbewerbs war aber auch den Jugendlichen anzumerken – doch sie zeigten keine Nerven und lieferten einen bärenstarken Wettkampf in Amberg ab.

Jeweils zwei Gruppen aus jedem Bundesland hatten sich für den Bundesentscheid qualifiziert. Die Rodaer hatten sich die Teilnahme mit ihrem Sieg bei den Landesmeisterschaften gesichert. An der starken Leistung beim Bundesfinale hatte auch der 50 Rodaer zählende Anhang seinen Anteil. Die Fans feuerten die Jungen lautstark an und motivierten sie mit Spruchbändern. Ohnehin war die Stimmung im gut gefüllten Stadion der fränkischen Stadt hervorragend: Mit Tröten, Fanfaren, Rasseln und Lautsprechern sorgten die Zuschauer für Stimmung wie im Fußballstadion.

Als erste Mannschaft startete das Team von Peter Werner in den so genannten B-Teil, einem 400 Meter langen Staffellauf mit Hindernissen. Doch der frühe Start war kein schlechtes Omen, denn mit 1:42 Minuten liefen die neun Rodaer Jungen so schnell wie nie zuvor in dieser Konstellation. Bei einem Beinahe-Patzer des Zielläufers raunte das Publikum auf. Knapp landete der zu werfende Leinenbeutel aber doch noch im vorgesehenen Ziel. Entsprechend groß war der Jubel bei den Teamkollegen und den Rodaer Fans.

Auch in der anschließenden Löschübung bewiesen die jungen Brandschützer aus dem Burgwald, warum sie völlig zurecht einen Startplatz beim Bundesentscheid erhalten hatten. Mit Ruhe, aber trotzdem schnell lösten sie die ihnen gestellten Aufgaben von der Schlauchverlegung bis zum Knotenbinden. Jugendwartin Ilona Binzer überbrachte schließlich das Ergebnis an die Fans: „Keine Fehler, Knotenzeit zehn Sekunden“, sagte sie und lachte. Dieses Ergebnis hatte sich die Mannschaft im Vorfeld erhofft. Somit stand das Punkteergebnis fest: 1432 Zähler und damit noch einmal eine Steigerung um zwei Zähler im Vergleich zum Spitzenergebnis bei der Landesmeisterschaft im vergagenen Jahr.

Doch für welchen Platz sollte diese Punktzahl ausreichen, fragten sich die Rodaer in dem Wissen, dass auch die anderen Teams hervorragende Leistungen zeigten. Letztendlich jubelten die Rodaer, als sie im feierlichen Rahmen vom scheidenden Bundeswettbewerbsleiter Gunter Born für den fünften Platz geehrt wurden. Sie lagen einen Zähler und einen Platz hinter dem zweiten hessischen Team Nieder-Bessingen. Der Sieg ging an das Team aus Möllenbeck in Niedersachsen, das 1439 Punkte erreichte.

Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, der Verbandsvorsitzende Manfred Hankel, Kreisjugendwart Markus Potthof und Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth gratulierten den Rodaer Nachwuchs-Feuerwehrleuten zu ihrem fünften Platz unter den weit mehr als 30 000 Jugendfeuerwehren in Deutschland.

Der Bundesentscheid am Sonntag stellte den Höhepunkt des langen Wochenendes dar, das die Rodaer Jugendlichen gemeinsam verlebten. Schon am Donnerstag waren sie per Bus nach Amberg gefahren. Zur feierlichen Eröffnung kam auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Ihre ersten Eindrücke zur Bahn und dem Material sammelte das Team am Freitag beim offiziellen Training. Dabei galt es, noch letzte Sekunden herauszuholen und die Übung auf die Gegebenheiten abzutimmen. Witz und Spaß legten die teilnehmenden Jugendwehren am Samstag an den Tag. Beim so genannten C(reativ)-Teil zeigten sie Sketche, Tanzeinlagen und andere Vorträge. Die Rodaer sorgten mit einem Sketch von einem Bauern und seiner Frau für gute Stimmung.

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