Burgwald

Bunker wird Heimatmuseum

- Burgwald (mba). Burgwald bekommt ein Museum, in dem seine Entwicklung von der Nazi-Munitionsanstalt zum heutigen Dorf gezeigt werden soll. Das Projekt „Bunker der Geschichte“ wird von der EU gefördert.

Das Projekt „Bunker der Geschichte“ wird mit EU-Fördermitteln aus dem LEADER-Programm gefördert. Das gab Walter Rinklin, vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung der Kreisverwaltung, bei einem Treffen mit Bürgermeister Lothar Koch und den Initiatoren des Projektes Bernhard Bock und Wolfgang Schilling vom Kulturverein Burgwald bekannt. Von der EU gibt es einen Zuschuss von rund 19 500 Euro zu den Gesamtkosten für die Einrichtung des Museums, die sich auf rund 32 500 Euro belaufen. Zehn Prozent der Kosten übernimmt das Land Hessen, den Rest trägt die Kommune. „Es solle eine Art Themenmuseum werden“, erläuterte Bürgermeister Koch das Projekt. Im „Bunker der Geschichte“ solle bald die historische Entwicklung des Ortes vom Munitionslager über die Ansiedlung von Industrieunternehmen ebenso wie von Flüchtlingen und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart veranschaulicht werden. Geplant seine eine Ausstellung im Bunker, eine Dokumentation mit Zeitzeugenberichten sowie ein Rundgang durch den Ort zu den historischen Bauwerken aus der Muna-Zeit. Zuallererst muss der alte Bunker saniert werden. Dem Projekt „Bunker der Geschichte“ hat sich der eigens gegründete Kulturverein angenommen. Er wird das Museum unterhalten und auch die Sanierungsarbeiten und die Einrichtung der Ausstellung übernehmen. Mit der Förderung soll die kulturelle Identität der Bevölkerung gestärkt werden, nennt Rinklin den Zweck der Förderung: „Die Einwohner sollen sich mit ihrer Heimatgeschichte beschäftigen können.“ Auf keinen fall wolle man ein Militaria-Verein sein, betonte Bock. Es gehe allein um die Geschichte des Ortes. Die Idee zum Projekt „Bunker der Geschichte hatte die Jugendfeuerwehr, die sich damit 2006 am Wettbewerb des Landkreises „60 Jahre Frieden - Spurensuche im Landkreis“ beteiligte. Die jungen Feuerwehrleute schlugen vor, den alten Bunker in der Ortsmitte herzurichten und zu einem Heimat-Museum umzufunktionieren. Zusammen mit dem Ortsbeirat nahm die Jugendfeuerwehr mit diesem Vorschlag an einem Ideenwettbewerb der Region Burgwald-Ederbergland teil. Der regionale Entwicklungsverein fand die Idee gut und setzte sich erfolgreiche für die EU-Förderung ein.

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