Battenberg

Der Burgbergstollen - ein Aushängeschild für die Region

- Mit Musik, guten Worten und einem kleinen Feuerwehr feierten die Mitglieder der Sparte Historischer Bergbau die zehnjährige Erfolgsgeschichte des Besucherbergwerks Burgbergstollen.

Battenberg. Sie haben hart für den Erfolg gearbeitet, die Mitglieder der Sparte Historischer Bergbau Battenberg des Heimat- und Kulturvereins. Bis der Burgbergstollen präsentiert und begangen werden konnte, mussten die Battenberger Hobby-Bergmänner viel Kraft, Einsatz und Beharrlichkeit unter und über Tage zeigen. Dass sich all das gelohnt hat, wurde am Samstagabend wieder deutlich, als sich die Mitglieder der Bergbausparte und des Vereins sowie zahlreiche Besucher vor dem Eingang zum Burgbergstollen trafen, um das zehnjährige Bestehen gebührend zu feiern. Denn im Jahr 2000 erhielten die Battenberger Hobby-Bergmänner die amtliche Genehmigung dafür, im Burgbergstollen ein Besucherbergwerk zu betreiben. Das bestätigte ihr Können und ihren Fleiß: Eine handvoll hochmotivierte Männer hatte mit der Arbeit in dem teilweise verschütteten Stollen, in dem vermutlich 1911 die letzten bergmännischen Aktivitäten stattgefunden hatten, drei Jahre zuvor begonnen. Inzwischen haben mehr als 6000 Besucher das Bergwerk besichtigt - und aus der kleinen Gruppe Ehrenamtlicher ist eine Vereinssparte mit 50 Mitgliedern gewachsen. Das rief Dietmar Weber, Vorsitzender der Sparte, in seiner Begrüßungsrede noch einmal in Erinnerung. Auch wagte er einen Blick in die Zukunft: „Unser Bergwerk lebt. Das beweisen die vielen Anmeldungen zu Sonderführungen, die für diese Saison bereits eingegangen sind“, unterstrich er und verweis zudem auf die Mitgliedschaft im Geopark „Grenzwelten“ und das neuste Angebot für junge Menschen: Angeboten wird ein „Arbeitseinsatz“ unter Tage für Mädchen und Jungen beim Kindergeburtstag, wo sie erleben können, wie beschwerlich die Arbeit im Bergbau ist, beschrieb Weber und dankte allen Helfern für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Das tat auch Bürgermeister Heinfried Horsel. „Was unsere Bergleute in die Hand nehmen, wird immer ein Erfolg“, lobte er sie für „eine zehnjährige Erfolgsgeschichte, auf die wir alle stolz sind“. Das Besucherbergwerk sei ein touristischer Glanzpunkt, dankte er den Mitgliedern für ihren fortwährenden Einsatz auch bei den Führungen und der Instandhaltung der Anlage – die seit Samstag um einen großen, von Frank Kleinwächter geschaffenen Holzbären und eine Bärenbank bereichert ist. Der Vöhler Geologe Dr. Sven Bökenschmidt erklärte die Hintergründe des Netzwerks „Geopark Grenzwelten“, das 2009 mit dem Bundes-Prädikat „Nationaler Geopark“ ausgezeichnet wurde und dem auch der Battenberger Burgbergstollen angehört. Dank des Engagements der Betreiber sei der Stollen gut aufgestellt innerhalb des Geoparks, unterstrich er anerkennend. Musikalisch umrahmten der Männergesangverein 1841 Battenberg und das Jugendorchester des Battenberger Musikzugs das Fest. Horst Traute aus Laisa übernahm als „Ausrappler“ auf die ihm eigene humorvolle Art die Moderation auf Platt und sorgte am Abend für musikalische Unterhaltung.

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