Energiespar-Vertrag mit der Eon

Burgwald erstrahlt in neuem Licht

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Bürgermeister Lothar Koch, der Leiter der Netzregion Marcus Hief, Verwaltungsmitarbeiter Siegfried Vetter, Karl-Heinz Schleiter von der Energiegesellschaft Frankenberg und Betriebsmonteur der Eon, Martin Noll, (von links) zeigen einen der neuen Leuchtköpfe, die die Lampen im Burgwald zieren. Stefan Klinge tauscht sie aus (oben).Foto: Patricia Kutsch

Burgwald - Moderne, energiesparende Straßenlampen erhellen die Dörfer der Gemeinde Burgwald: In Zusammenarbeit mit der Eon und der Energiegesellschaft Frankenberg hat die Verwaltung alle Lampenköpfe ausgetauscht – und zahlt dafür zumindest direkt keinen Cent.

Es fehlen noch 70 Lampen, an denen Stefan Klinge von der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) mit dem Hubwagen anhalten muss, um die Lampenköpfe auszutauschen. Dann sind alle Straßenleuchten der Gemeinde auf moderne, energiesparende Technik umgerüstet. Insgesamt 609 Leuchten hat die EGF dann im Auftrag der Eon ausgetauscht.

Die Gemeinde Burgwald hat mit der Eon einen Energiespar-Vertrag abgeschlossen. Der Kontrakt läuft laut Bürgermeister Lothar Koch über neun Jahre. In dieser Zeit zahlt Burgwald jedes Jahr rund 24000 Euro an den Stromlieferanten, der den Austausch der Straßenleuchten bezahlt. Mehrkosten hat Burgwald laut Koch jedoch nicht: Die Rate entspricht ungefähr der Einsparung durch die effizienten Leuchtmittel.

Nach den neun Jahren Laufzeit kommt die Einsparung von 24000 Euro dann der Gemeindekasse zugute. Denn laut Marcus Hief, dem Leiter der Netzregion Biedenkopf bei der Eon-Mitte, halten die neuen Leuchtmittel deutlich länger als zehn Jahre – er rechnet mit fast 15 Jahren Brenndauer. Die bisherigen Quecksilberdampflampen hingegen hätten alle drei bis vier Jahre ausgetauscht werden müssen.

In den Dörfern wurden in den vergangenen Wochen bereits Koffer- und Pilzleuchten mit Natriumdampflampen installiert. Sie erleuchten die Straßen in einem warmen Farbton. In Bottendorf hingegen erstrahlt nachts weißes LED-Licht. Die Ortsbeiräte hatten sich für die Leuchtmittel entschieden. „Uns war es ganz wichtig, dass die Ortsteile in die Entscheidung einbezogen sind“, sagte Koch. Das Konzept scheint aufgeganten: „Bisher bekommen wir nur positive Rückmeldung.“ Die Eon hatte im vergangenen Jahr in einer Straße in Burgwald verschiedene Leuchtköpfe installiert. Die Ortsbeiräte machten sich dort ein Bild und wählten dann die Lampen für ihr Heimatdorf aus.

„Nicht nur die Stromkosten sinken für die Gemeinde“, sagt Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der EGF. „Auch die Wartungskosten sinken – zugleich wird die Ausleuchtung besser.“ Subjektiv betrachtet sei die Ausleuchtung schlechter, denn das Licht wird nicht mehr kegelförmig rund um die Lampe geworfen und beleuchtet dabei Hofeinfahrten mit – das Licht wird zielgerichtet auf Straße und Gehweg gelenkt, leuchtet dort umso heller.

Auch der Umweltschutz spielt eine wichtige Rolle: „Die neue Beleuchtungsanlage wird jährlich etwa 92000 Kilowattstunden weniger Strom verbrauchen“, sagt der Bürgermeister. Das sind rund 47 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß weniger.

Hief erläuterte, dass die Eon die neuen Lampen seit rund vier Jahren einsetze und die Nachfrage immer größer werde. Auch Haina und Gemünden sind bereits eine solche Energiespar-Vereinbarung mit der Eon eingegangen, wie nun die Gemeinde Burgwald.

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