Der Burgwald als Märchenland

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Dr. Lutz Münzer stellt in seiner Wanderkarte „Auf den Spuren der Brüder Grimm“ auch die Originalschauplätze für Ubbelohdes Märchenzeichnungen vor. (zve)

Burgwald. Den Burgwald als „traumhaftes Wandermärchen“ mit Premium-Wegen präsentiert die Region Burgwald-Ederbergland im Grimm-Jahr 2013.

Der Brautschleier von Jungfrau Maleen weht am Burgwaldrand, Hänsel und Gretel nähern sich vorsichtig dem Küsterhaus auf dem Christenberg, aus dem Gartenhäuschen des Schlosses bei Amönau lässt Rapunzel ihren Haarzopf herab – die Märchen der Gebrüder Grimm leben noch heute im Burgwald und im Marburger Land.

Der Goßfeldener Künstler Otto Ubbelohde (1867-1922) siedelte sie dort in seinen insgesamt 450 feinstrichigen Illustrationen an, die er ab 1906 für die dreibändige Neuausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ anfertigte.

Durch Otto Ubbelohdes Illustrationen können Wanderer viele Bezüge zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in originalen Landschaftsbildern wiederentdecken.

Besonders konkrete, anregende Angebote, „auf den Spuren der Brüder Grimm“ zu wandern, bietet die Karte im Maßstab 1:25000 „Rund um Marburg“ von Dr. Lutz Münzer.

Ihm ist es darin gelungen, in die Arbeitsweise des Künstlers Otto Ubbelohde einzuführen, der gern einzelne Landschaftselemente oder Gebäude für seine Märchenillustrationen herauslöste.

Sie können zum Teil heute noch einwandfrei in der Natur wieder entdeckt werden, wozu die Wanderkarte durch die Gegenüberstellung von 29 Federzeichnungen mit heutigen Fotografien höchst gelungene Anreize bietet. (zve)

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Quelle: HNA

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