Reform zum ärztlichen Bereitschaftsdienst

Zwei Call-Center schicken Patienten aus ganz Hessen zum Arzt

Waldeck-Frankenberg. Für Patienten in Waldeck-Frankenberg ist der heutige Tag ein entscheidender. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) will die Reform zum ärztlichen Bereitschaftsdienst beschließen. Die Öffentlichkeit wird sie jedoch erst Anfang Juni über die heutigen Ergebnisse informieren.

Auf HNA-Anfrage gab KV-Sprecher Karl Matthias Roth schon mal einen Einblick in die Planungen. Im Kern geht es um die Einrichtung zweier Call-Center in Hessen. Dort sollen sich alle Bürger des Landes melden, wenn sie nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen eine Ärzte-Versorgung benötigen.

Die KV will zudem die für die Versorgung nötigen Anlaufpraxen zentralisieren und ein Netz aus Ärzten einrichten, das Patienten, die nicht in der Lage sind, eine Praxis anzusteuern, zu Hause versorgt. Ende 2014 soll die Reform umgesetzt sein.

Roth erklärt, wie es dann laufen soll: „Ein Patient, der sich am Wochenende, abends oder nachts krank fühlt und normalerweise zum Hausarzt gehen würde, kann über eine zentrale Telefonnummer eines der beiden Call-Center erreichen. Sein Anruf wird von medizinisch geschulten Mitarbeitern entgegengenommen, die herausfinden, wo sich der Patient befindet und was er für Beschwerden hat.“

Deute etwas auf eine schwere Erkrankung hin, werde sofort der Rettungswagen alarmiert. Andernfalls bekomme der Patient die Information, welche Anlaufpraxis er aufsuchen könne. „Ist er nicht in der Lage, diese anzusteuern, wird ein Arzt kommen“, so Roth.

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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