Sola-Camp in Geismar

Al Capone regiert das Geismarer Feld

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Die Mitglieder Patrick, Mike und David (von links) der Gruppe „Pizzabäcker“ bauen gemeinsam eine Wäschespinne.

Frankenberg-Geismar - Mit seiner Gefolgschaft zieht der böse Pate durch das Lager, um Geld einzutreiben. Richtig ernst geht es jedoch im Sola-Camp in Geismar nie zu.

Es wird gebastelt und gemalt, gehämmert und geklebt. Das Sola-Zeltlager der evangelisch-freikirchlichen Gemeinden für die Jugend ist schon vorbei - für die Zehn- bis Zwölfjährigen jedoch hat es erst begonnen. Wie vergangene Woche geht es auch bei ihnen darum, durch eigene Arbeiten möglichst viel Spielgeld zu verdienen. Erneut steht das Camp unter dem Motto „Mafia“. Der böse Pate - gespielt von Manfred Depner - muss wieder mit der Lager-Währung „Sola“ ruhiggestellt werden. Er läuft durch das Lager und beaufsichtigt - mäßig streng - die Arbeiten. Dabei wird er stets von seiner Frau und seinem Bodyguard begleitet. Gespielt werden diese beiden Charaktere von Laura Dzubiella und Sebastian Fett.

Die rund 82 Kinder sind in verschiedene Gruppen eingeteilt: Jeweils vier Zelte bilden eine Familie, deren Mitglieder gemeinsam verschiedenen Arbeitsfeldern zugeordnet sind: Eisverkäufer, Pizzabäcker, Sargbauer und Sportgerätehersteller. Gemeinsam bauen sie Konstruktionen wie Wasserrutschen und Wäschespinnen. „Vom Konzept her ist es identisch zur vorherigen Woche, doch durch den Altersunterschied haben wir uns für ein entschärfteres Ende entschieden“, sagt Campleiter Timo Garthe. In der vergangenen Woche schafften es die „unterdrückten Arbeiter“, sich aus den Klauen des Paten zu befreien.

Nicht nur durch diese Arbeiten gelangen die Teilnehmer an die imaginäre Währung „Sola“. Auch das Befolgen ihrer Ämter führt zu Einkommen. So gehören Geschirrspülen, Feuerholz holen und das Aufräumen zu guten Einnahmequellen. Abwechselnd müssen die vier Gruppen somit verschiedene Arbeiten verrichten, zu denen auch die besonders aufregende Nachtwache gehört.

Damit die Eltern einen Eindruck von den Erlebnissen ihrer Kinder bekommen, veranstalten die Mitglieder der Sola auch diese Woche wieder einen Besucher-Tag.

Von Jana Thumulla

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