Rudy Giovannini in Battenberg

Caruso verbreitet Weihnachtsstimmung

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Rudy Giovannini sang eine deutsche Version des Weihnachts-Klassikers „Jingle Bells“ und mischte sich dabei unter das Publikum. Den Zuhörern verkaufte er das Lied mit einem Lächeln als Eigenkomposition.Foto: Patricia Kutsch

Battenberg - Mit weihnachtlichen Liedern hat Rudy Giovannini die Besucher des Konzerts am Freitagabend in passende Stimmung für das nahende Fest der Liebe versetzt. Der Südtiroler begeisterte rund 300 Zuhörer mit seinem Gesang.

In der dämmerig beleuchteten Burgberghalle erklingt Stille Nacht vom Band, als der „Caruso der Berge“ auf die Bühne kommt und weihnachtliche Klänge anstimmt. In „Alle Kinder warten auf die Weihnachtszeit“ singt er von leuchtenden Kerzen in Kinderaugen und geöffneten Herzen.

Zwischen den einzelnen Liedern rund um Liebe, Weihnachten und das Christuskind gab Giovannini sich als Alleinunterhalter. Er erzählte Witze über die Ehe, über Männer und Frauen und brachte sein Publikum mit markigen bis hin zu machohaften Sprüchen zum Lachen. „Meine Freundin und ich heiraten irgendwann. Wir wollen uns aber erst noch ein paar glückliche Jahre gönnen“, lautete einer dieser Sprüche. Später erklärte er den Unterschied zwischen Ehefrauen und dem Christkind - denn das Christkind müsse nur eine Nacht neben dem Esel schlafen.

Kurz darauf sang der Südtiroler mit dem deutlichen Akzent wieder von Liebe im Stück „Zünd eine Kerze an“ in dem es heißt „Mein Herz brennt vor Leidenschaft“. Mit im musikalischen Gepäck hatte Giovannini auch „Am Heiligabend“ von den Amigos. Immer wieder erklärte er seinem Publikum, warum er bestimmte Lieder für sein Weihnachtskonzert ausgewählt habe.

Das Stück der Amigos habe er auf deren Wunsch gesungen - denn sie seien gute Freunde. Mitgebracht hatte er auch eine eigene Version von „White Christmas“. Aber weil das jeder schonmal gesungen habe und er etwas besonderes machen wolle, sang er das bekannte Weihnachtslied auf Italienisch und auf Deutsch.

Italienische Worte erklangen bei dem zweiten Konzert des Volksmusik-Sängers in Battenberg noch öfter. Er interpretierte etwa „Un altro natale“ von Albano. Besinnlich wurde es auch mit „Ich geh still den Weg“ und einem „Ave Maria“ zur Melodie eines brasilianischen Volksliedes. Diese beiden Stücke singe er Weihnachten gerne - und nicht mal im Fernsehen laufe es vom Band, wenn er auftrete: „Live kommt die Seele besser raus“, erklärte er.

So sang er auch ein Lied von einem Kind, dass sich zu Weihnachten Schuhe wünscht und erklärte seinem Publikum, dass seine Mutter in der Zeit des Zweiten Weltkriegs glücklich gewesen war, als sie ein Paar Schuhe zu Weihnachten bekommen habe. „damals gab es kein Spielzeug, sondern nur nützliche Geschenke“, erklärte er. Der Gesang in der Burgberghalle wurde begleitet von Melodien vom Band, auf denen auch die Stimmen eines Chores eingespielt wurden. Giovannini ist derzeit auf Tournee mit seinem Weihnachtskonzert und gibt 30 Gastspiele in 30 Tagen. Das Konzert in Battenberg war sein elftes in dieser Reihe. „Es ist anstrengend. Aber die Freude ist unbezahlbar, so tolle Lieder singen zu dürfen und dabei so viele Menschen treffen zu dürfen“, verriet er den Battenbergern.

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