Ärztlicher Bereitschaftsdienst

"Chance für ärztlichen Bereitschaftsdienst in Rosenthal"

Rosenthal - Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg setzt sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung in Hessen für eine Ausnahmegenehmigung für den ärztlichen Bereitschaftsdienst in der Burgwaldstadt ein.

Bereits seit Februar habe sie sich der Thematik angenommen, erklärte sie: Der Sozialarbeitskreis der hessischen CDU habe schon im Februar die zuständigen Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung eingeladen, um mit ihnen die Probleme der Zentralisierung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu besprechen. Daran hätten auch Bürgermeister Hans Waßmuth und weitere Mitglieder der Rosenthaler CDU teilgenommen. Sie hätten die Gelegenheit genutzt, um mit dem auch für Frankenberg zuständigen Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung die Problematik zu besprechen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Er habe bestätigt, dass Rosenthal mit drei niedergelassenen Ärzten und deren niedrigem Altersdurchschnitt, eine absolute Ausnahme darstelle - das berichtete Waßmuth auch den Stadtverordneten. Ravensburg betont: „Ich habe großes Verständnis für die Rosenthaler Bevölkerung, die nicht verstehen kann, warum ihre wirklich gute ärztliche Notversorgung vor Ort zugunsten eines zentralen Notdienstes in Frankenberg aufgegeben werden soll.“ Auch die Zukunftsfähigkeit der Apotheke müsse bedacht werden. Die Situation habe sie in einem längeren Gespräch mit den Rosenthaler Ärzten erörtert.

Nachdem die Kassenärztliche Vereinigung die Kreise als ihre Verhandlungspartner benannt hat, fordert Ravensburg Landrat Dr. Reinhard Kubat auf, sich ebenfalls für eine einvernehmliche Lösung fürs Frankenberger Land einschließlich Rosenthal einzusetzen.

„Auch die CDU-Kreistagsfraktion wird mit einer eigenen Initiative die CDU-Kollegen in Rosenthal unterstützen“, fügt der Fraktionsvorsitzende Karl-Friedrich Frese hinzu. Das wende sich nicht gegen die Lösung, den Bereitschaftsdienst künftig am Kreiskrankenhaus in Frankenberg zu etablieren, es gehe um eine Sonderregelung für Rosenthal, betont Ravensburg.

Das sei ein wichtiger Beitrag fürs flache Land und eine Frage der Glaubwürdigkeit. Der FZ hatte die Kassenärztliche Vereinigung deutlich gemacht, dass sie eine Sonderregelung für „unwahrscheinlich“ halte - davon will sich die Abgeordnete nicht abschrecken lassen. Vielleicht sei es ja ja schon ein Zeichen für einen Umdenkungsprozess, dass die Kassenärztliche Vereinigung den Infoabends für die heimischen Ärzte in der vergangenen Woche kurzfristig abgesetzt habe.

So sei es auch richtig gewesen, dass die Rosenthaler CDU den VdK-Vorsitzenden Dieter Wegener bereits im Februar mit in das Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung einbezogen habe. Die Einwohner hätten eindrucksvoll gezeigt, wie groß die Bedeutung der ärztlichen Versorgung für sie sei.

Deshalb ist es folgerichtig, „wenn wir Politiker über die Parteigrenzen hinweg mit dem Bürgermeister, den Abgeordneten und dem Landrat an der Spitze für eine für alle tragbare Lösung in Rosenthal und dem Frankenberger Land kämpfen“, sagte Ravensburg.

(r)

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