Ehemaliger Frankenberger Bürgermeister peilt ein neues Ziel an

Christian Engelhardt will Landrat im Kreis Bergstraße werden

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Frankenberg/Wiesbaden - Der ehemalige Frankenberger Bürgermeister Christian Engelhardt kandidiert für die CDU als Landrat für den Kreis Bergstraße, der das Rhein-Main-Gebiet mit der Region zwischen Rhein und Neckar verbindet. Im Gespräch mit Redakteurin Andrea Pauly spricht er über seine Gründe und Parallelen zum Wahlkampf in Frankenberg im Jahr 2003.

•Warum kandidieren Sie als Landrat?

Dazu bin ich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. In der Bergstraße hat recht überraschend der amtierende Landrat gesagt, dass er nicht wieder antreten wird. Ich habe durch 
meine Aufgabe einen relativen 
guten Kontakt in diesen Landkreis: Ich habe in den letzten drei Jahren viel mit und in der Bergstraße gemacht und wurde daher gefragt. Und nach der Abwägung habe ich dann „Ja“ 
gesagt.

• Welche Projekte sind das genau, die Sie dorthin geführt haben?

Da gab es verschiedene Projekte, an denen ich mitgearbeitet habe, zum Beispiel der „Pakt für den Nachmittag“. Die Bergstraße war auch einer der Landkreise, die wegen der nicht ausreichenden finanziellen Ausstattung gegen das Land geklagt haben. Auch im Rahmen der Wirtschaftsförderung war ich da.

•Als Sie Frankenberg im Jahr 2011 verließen, haben Sie gesagt, Sie wollten kein Wahlbeamter mehr sein. Was hat sich geändert?

Erst, wenn man eine Aufgabe nicht mehr hat, merkt man, was einem fehlt. Und was mir fehlt ist, etwas entscheiden zu können, was sich direkt auf die Bürger auswirkt. Ich bin als Direktor des Landkreistags auf einer Ebene tätig, wo ich an Willensbildungsprozessen mitwirke. Aber die direkten Entscheidungen, die sich auf die Menschen auswirken und auch das direkte Feedback von den Bürgern – das fehlt mir.

•Ihnen steht nun wieder ein Wahlkampf bevor. An welche Erfahrungen aus dem Vorfeld der Frankenberger Bürgermeisterwahl erinnern Sie sich gut, und welche Schlüsse ziehen Sie daraus für den bevorstehenden Wahlkampf?

Wenn ich an den Wahlkampf vor elf Jahren denke, ist das tatsächlich ein Déjà-vu. Ich hätte auch damals nicht vorhersehen können, dass ich in Frankenberg kandidiere. Ich bin relativ kurzfristig gestartet und ich habe am Ende gewonnen. Daran habe ich mich jetzt sehr erinnert gefühlt. Ich bin auch jetzt wieder in eine Situation gekommen, die nicht ganz konfliktfrei war – das wissen die Leute in der Bergstraße auch. Ich glaube aber, dass ich die Erfahrung habe, wie man in einer schwierigen Zeit, in der es auch Spannungen gibt, mit den Akteuren vor Ort umgehen muss.

Das ganze Interview mit Christian Engelhardt lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am Dienstag, 7. Oktober.

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