Frankenberg

Aus Club „Triton“ wird „Bonkers“: Eröffnung am 3. Oktober

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- Frankenberg (jos). Er hat eine Menge Lehrgeld bezahlt: Lothar Battefelds Club „Triton“ ist nicht gelaufen und musste schließen. Jetzt wagt der Disco-Betreiber die Kehrtwende: Am 3. Oktober wird unter neuem Namen und mit neuem Konzept eröffnet.

„Bonkers Club“ soll der Laden heißen. Der Begriff ist englisch, bedeutet so viel wie meschugge, durchgeknallt oder auch verrückt. „Wir haben auch einige Dinge hier verrückt“, sagt Roland Gasse. Er und Jan Eisenschenk helfen Betreiber Lothar Battefeld derzeit bei einer Art „Facelifting“ des Clubs. Die Schönheitskorrekturen beziehen sich konkret auf Lautsprecher- und Lichtanlage.

Die zunächst groß angepriesenen Spezialboxen mit dem Namen „Triton“ hätten sich als untauglich erwiesen. Nur gut aussehen würden sie – deshalb bleiben sie auch stehen. Ansonsten lief auch im „Triton“ zuletzt längst eine andere Anlage, die jetzt um weitere Basslautsprecher ergänzt wird. „Der Sound wird völlig anders sein“, verspricht Gasse.

Auch die Lichtanlage soll aufgewertet werden. Über der Tanzfläche installieren Battefeld und seine Helfer derzeit ein Gerüst, an dem Effektgeräte wie Moving Heads aufgehängt werden sollen. An der Einrichtung ändert sich allerdings nichts – die hätten schließlich auch alle Gäste für gut befunden, sagt Battefeld.

Völlig neue Wege sollen musikalisch eingeschlagen werden. Im „Triton“ lief ausschließlich Elektro- und House-Musik. Im „Bonkers“ soll es deutlich vielseitiger hergehen. „Viele fanden die Musik im Triton zu kühl und haben im Internet geschrieben, sie wirke arrogant“, sagt Roland Gasse. Er wird im „Bonkers“ regelmäßig an den Plattentellern stehen und einen breiteren Mix durch die Boxen schicken. „Alles, was Spaß macht“, will er auflegen.

Freitags soll der musikalische Schwerpunkt künftig bei Hip-Hop und Black Beats liegen. „Trotzdem wird es nicht wie in einem Laden in Berlin-Kreuzberg abgehen“, verspricht Battefeld. Auch Chart-Musik soll im „Bonkers“ gespielt werden.

An den Samstagen sollen Club-Classics und Dance-Musik im Mittelpunkt stehen. „Wir werden ganz einfach auf den Geschmack des Publikums eingehen“, betont Gasse. Es sei Quatsch, wenn DJs auf Biegen und Brechen ihre Setlists durchziehen würden. „Ich lege schließlich für die Leute auf, und nicht für mich.“ Regelmäßig am Mischpult gestanden hat Gasse 13 Jahre lang unter dem Künstlernamen „DJ Dusk“ in Battefelds Diskothek „Seven“, bis er 2007 eine „künstlerische Pause“ einlegte.

Insgesamt will Battefeld die Schwelle an der Tür absenken. Die Eintrittspreise und auch die Getränke sollen künftig deutlich günstiger als zuletzt im „Triton“ sein. Außerdem gibt es im „Bonkers“ Themenabendemit speziellen Angeboten. Auch Ü 30-Partys sind in Planung.

Nach der Eröffnung am Samstag, 3. Oktober, folgt am 10. Oktober mit der Oberstufenfete der Edertalschule ein Publikumsmagnet. Danach sind weitere „Special Events“ geplant: unter anderem ein zünftiges Oktoberfest und eine Halloween-Fete. Dabei will das neue Team vom „Bonkers“ mit einer professionellen Veranstaltungsagentur zusammenarbeiten, die sowohl Tänzer und Artisten als auch die nötigen Dekoartikel mitbringt.

Auch donnerstags könnte das „Bonkers“ geöffnet werden, sagt Battefeld. Dann allerdings bereits deutlich früher am Abend als an den Wochenenden. Ihm ist wichtig, dass er eine breite Masse der Menschen aus der Region anspricht. Deshalb plant er auch Abende mit Discofox-Musik. Nach dem Konzept des Clubs „Triton“ wäre das undenkbar gewesen. Aber das Konzept ist ja auch – zumindest in Frankenberg – nicht aufgegangen ...

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