Hatzfeld

Von den Dächern in die Kläranlage

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Abwassergebühr Hatzfeld

- Hatzfeld (da). Bislang zahlen Hausbesitzer in Hatzfeld eine Grundgebühr und Geld für das Wasser, das sie verbrauchen. Ab 2013 müssen sie voraussichtlich auch für Regen zahlen, der von ihren Grundstücken in die Kanalisation fließt.

Die sogenannte gesplittete Abwassergebühr war am Dienstagabend Thema im Stadtparlament, das im Holzhäuser Dorfgemeinschaftshaus tagte. Die Stadt errechnet derzeit die Abwassergebühr nach dem verbrauchten Frischwasser. Außerdem müssen die Hausbesitzer eine Grundgebühr zahlen. Bei der Gebührensplittung ist die Regenwassergebühr ein weiteres Element. Sie wird anhand der Flächen berechnet, von denen Regen- oder Oberflächenwasser in die Kanalisation eingeleitet wird – also zum Beispiel befestigte Höfe und Dächer. Die Größe dieser versiegelten Flächen wird für jedes Grundstück ermittelt. Dazu werden die Häuser und Grundstücke von Flugzeugen aus fotografiert.Die Stadt Hatzfeld hat die Luftaufnahmen zusammen mit Allendorf, Battenberg, Bromskirchen und Burgwald in Auftrag gegeben und spart dadurch Geld: Die Kosten belaufen sich auf 7800 Euro. Wäre Hatzfeld alleiniger Auftraggeber, beliefen sich die Kosten auf 11 900 Euro. Noch ist aber unklar, ob Hatzfeld wirklich die Gebührensplittung einführen muss. Grund sind die komplizierten Vorgaben, die möglicherweise nicht erfüllt sind – unter anderem, weil einige große Gewerbebetriebe ihr Brauchwasser gar nicht direkt in die beiden städtischen Kläranlagen leiten. Genaueres stehe aber erst nach der Anfertigung der Luftbilder fest, sagte Bürgermeister Uwe Ermisch.

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