Sanitärbetriebe im Dauereinsatz · Auch Autofahrer beklagen Ausfälle

Dauerfrost lässt Leitungen einfrieren

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- Frankenberg (jos). Die eisigen Temperaturen führen in immer mehr Haushalten zu eingefrorenen Wasser- und Heizungsleitungen. Und auch für Autos mit Diesel-Motor ist die andauernde Kälte ein echtes Problem. Experten der Waldeck-Frankenberger Handwerksinnungen geben Tipps gegen Frostschäden.

Sie sorgen dafür, dass Wasser und Wärme fließen. Um das bei diesen Temperaturen zu gewährleisten, haben Sanitär- und Heizungsbetriebe derzeit alle Hände voll zu tun. Ihre Telefone klingeln ununterbrochen, ständig melden weitere Anrufer eingefrorene Wasserleitungen, geplatzte Rohre und defekte Heizungen.

Auch bei Walter Scriba, Obermeister der Waldeck-Frankenberger Sanitär- und Heizungsbau-Innung, ist das Auftaugerät in diesen Tagen im Dauereinsatz. „Wenn Wasser- oder Heizungsleitungen erst einmal gefroren sind, muss man schnell reagieren“, sagt Heiko Vogel, Mitarbeiter bei Walter Scriba. Wer nicht sofort entweder selber handelt oder einen Experten beauftragt, riskiert einen Rohrbruch.

„Und wenn die Leitung erst einmal geplatzt ist, entstehen schnell hohe Folgekosten“, warnt Vogel. Um dem Einfrieren von Heizungsleitungen vorzubeugen, gibt es aus Vogels Sicht nur einen Tipp, den es unbedingt zu beherzigen gelte: „Ordentlich heizen“. Bei Temperaturen wie in diesen Tagen reiche es nicht aus, die Thermostate der Heizkörper nur auf Frostschutz zu stellen. „Und unbedingt daran denken: Auch Räume heizen, die vielleicht nicht genutzt werden“, rät Vogel. Selbst wenn die dafür benötigte Energie Geld kostet – „das ist immer noch deutlich günstiger als ein Rohrbruch“.

Aber nicht nur den Wasser- und Heizungsleitungen im Haus, sondern auch den Autofahrern macht der anhaltende Forst zu schaffen. Betroffen sind vor allem Fahrzeuge mit Diesel-Motoren. Denn bei Temperaturen um Minus 20 Grad bilden sich in dem Treibstoff Paraffinkristalle, die den Kraftstofffilter verstopfen können. Techniker sagen, der Diesel ist versulzt.

„Früher hat man empfohlen, einfach etwas Benzin beizumischen“, sagt Frank Maurer, Obermeister der Kfz-Innung. Doch bei den modernen Diesel-Motoren sei davon unbedingt abzuraten – schwerwiegende Motorschäden können die Folge sein. Stattdessen hilft bei eingefrorenem Diesel aus Maurers Sicht nur eines: Das Auto in einer beheizten Halle auftauen.In der Nacht zu Dienstag hat die Werkstatt des Obermeisters genauso einen Fall gehabt. Der Wagen eines Kunden war nicht angesprungen, weil der Diesel versulzt war. Es half nur noch eine Nacht im Autohaus.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 8.Februar

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