Neuer Wehrführer in Frankenberg

David Tschirner führt die Einsatzabteilung

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Der Vorstand der Frankenberger Feuerwehr, (v.l.) Kai Jonietz, Klaus Fechtner, Rocio Berreda, Lars Lattus, Jörg Nowotny, Frank Neuschäfer, Selina Stumpe, Florian Oberlies, Susanne Trost und Julian Briel.Fotos: Mark Adel

Frankenberg - Nach elf Jahren bekommt die Einsatzabteilung der Frankenberger Feuerwehr einen neuen Leiter: David Tschirner ist einstimmig zum Wehrführer gewählt worden. Der Vorstand des Vereins wurde in der Jahreshauptversammlung komplett bestätigt.

Der 32-jährige David Tschirner ist Nachfolger von Stefan Stroß, der das Amt seit dem Jahr 2004 innehatte und sich nicht mehr zur Wahl stellte. Der stellvertretretende Wehrführer Sascha Schober hatte den Posten sogar schon im Jahr 2001 übernommen. Sein Nachfolger ist Steffen Oberlies, der sich in einer geheimen Wahl mit 19 zu 13 Stimmen gegen Holger Lapp durchsetzte.

Wie anspruchsvoll dieses „Ehrenamt“ ist, wurde im Jahresbericht von Stefan Stroß deutlich. 135-mal ist die Einsatzabteilung der Kernstadt im vergangenen Jahr ausgerückt und damit genauso oft wie 2013. Es seien mehr „kleinere“ Einsätze als üblich gewesen, berichtete er. „Das hat sich etwas verlagert.“ So war im vergangenen Jahr kein Mittel- oder Großbrand zu verzeichnen. Er registrierte 26 Brandeinsätze, 26 Fehlalarme und 80 Hilfeleistungen.

24 Menschen waren bei den Einsätzen verletzt worden, sieben Menschen wurden direkt durch die Feuerwehr gerettet, drei Opfer konnten nur noch tot geborgen werden. Die eigenen Einsatzkräfte wurden nicht verletzt.

Hinzu kommen insgesamt 3110 Stunden an feuerwehrtechnischer Ausbildung. Außerdem absolvierten die Kameraden viele Lehrgänge und Seminare. Zu den weiteren Tätigkeitend er Einsatzabteilung zählen Brandschutzerziehung, die Überprung von Hydranten oder die Teilnahme an Fahrzeugausstellungen mit der Drehleiter. Die Kernstadtwehr hat derzeit 57 Einsatzkräfte, darunter acht Frauen. Dazu zählen auch Feuerwehrleute, die in Doppelfunktion tätig und auch in anderen Wehren aktiv sind, aber in Frankenberg arbeiten.

Stroß begrüßte die Inbetriebnahme der lange geforderten Schlauchwaschanlage. Nun würden die Planungen zur Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses laufen. Geplant ist auch der Bau eines Übungsturmes, möglicherweise schon nächstes Jahr.

Auf jene Schlauchwaschanlage ging auch Bürgermeister Rüdiger Heß ein. „Es ist gut, dass wir das endlich hier haben.“ Noch immer gebe es deshalb Kritik, „aber die Leute, die das kritisieren, waren noch nie hier unten“. Er erinnerte auch an die Rauchmelderpflicht - die Geräte könnten Leben retten. Ein Grußwort sprach auch Stadtbrandinspektor Martin Trost.

In der Jugendfeuerwehr gab es Veränderungen: Karina Schween hat das Amt der Jugendwartin aus beruflichen Gründen abgegeben. Ihr Nachfolger ist Michele Agostino. Stellvertreter und Betreuer sind Florian Oberlies und Lars Lattus. Derzeit werden zehn Jugendliche betreut.

Vorsitzender Kai Jonietz erinnerte in seinem Jahresrückblick an Termine des Vereins, unter anderem das Fleischwurstessen, das Feuerwehrkegeln, der Besuch verschiedene Feste und die Besichtigung des „Bunkers der Geschichte“ in Burgwald.

Der Vorstand der Wehr wurde bestätigt: Vorsitzender ist Kai Jonietz, Stellvertreter sind Klaus Fechtner und Frank Neuschäfer. Rechnungsführerin bleibt Susanne Trost, Schriftführerin ist Rocio Barreda. Neuer Pressewart ist Florian Oberlies. Als Beisitzer fungieren Jörg Nowottny, Lars Lattus, Selina Stumpe und Julian Briel. (da)

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