Ärger bei Sportlern

Defekte Duschen in der Sport- und Kulturhalle Gemünden

Sport- und Kulturhalle in Gemünden: Die Duschräume in der Einrichtung blieben am Wochenende erneut trocken. Die Duschen sind nämlich seit einigen Wochen defekt. Foto: Moniac

Gemünden. Seit mehr als drei Wochen sind die Duschen in der Sport- und Kulturhalle Gemünden defekt. Darüber ärgern sich unter anderem Sportler, die bei Turnieren vor Ort waren.

Am Wochenende konnten die Sportler, die in der Wohra-Stadt an den dortigen Tischtennis-Bezirkspokalspielen teilnahmen, nicht duschen. Bereits drei Wochen zuvor mussten Fußballerinnen, die bei einem Damenturnier des SV Battenhausen in der Sport- und Kulturhalle kickten, zum Duschen in die alte Sporthalle an der Dietrichskehle in Gemünden ausweichen.

Aber der Reihe nach: Als die Teilnehmer der Bezirkspokalspiele am Wochenende nach getaner Arbeit in der Sport- und Kulturhalle Gemünden ihren Schweiß abduschen wollten, blieben die Brauseköpfe trocken. „Die Duschen waren kaputt und einige Spieler waren richtig sauer“, sagt Karl-Friedrich Meyerhöfer vom Tischtennis-Bezirksvorstand, der für die Turnierleitung zuständig war. Er berichtet, dass rund 200 Sportler vor Ort gewesen seien.

Ausrichter des Turniers war der TSV Gemünden mit seiner Tischtennis-Abteilung. Spartenleiter Volker Möbus sagte auf Anfrage der HNA, dass ihm das Problem mit den defekten Duschen bekannt gewesen sei. „Ich habe am Montag vor dem Turnierwochenende bei der Stadt Gemünden nachgefragt, ob das Problem gelöst werde. Ich wollte mir beim Turnier schließlich nicht das Gemeckere der Spieler anhören. Ich habe von der Stadt die Antwort bekommen, dass sich die Cornelia-Funke-Schule darum kümmere. Leider waren die Duschen beim Turnier dann immer noch nicht repariert.“

Bürgermeister Frank Gleim bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass sich der Ausrichter vor dem Turnier tatsächlich bei der Stadt Gemünden nach dem Stand der Reparaturarbeiten erkundigt habe. „Wir haben Volker Möbus mitgeteilt, dass die Schule als Einrichtung des Kreises die Bearbeitung des Problems übernommen habe“, so Gleim. Für den Rathaus-Chef ist der Fall klar: „Wenn Schulsport- oder Kreissportveranstaltungen in der Halle stattfinden, liegt es in der Verantwortung des Kreises, dafür die Schlüssel herauszugeben und die Räume zur Verfügung zu stellen.“ Der Kreis hätte sich laut Gleim daher zusammen mit der Schule um funktionierende Duschen kümmern müssen.

Daniela Gleim von der Stadt Gemünden berichtet, dass die Abteilung Tischtennis des TSV am 23. Februar dieses Jahres angefragt hatte, ob die Halle für das Tischtennis-Turnier genutzt werden könnte. „Wir haben den Auftrag an den Kreis weitergeleitet“, sagt sie. Und der Bürgermeister ergänzt: „Es gibt eine klare Trennung. Wenn das Bürgerhaus mit Eingangsbereich angemietet wird und es sich um städtische Veranstaltungen handelt, sind wir für die Vermietung verantwortlich.“ Der Kreis kümmere sich um die übrigen Hallenteile mit Duschen und trete bei Schulsport-, Kreissport- oder anderen Veranstaltungen, die keinen städtischen Charakter haben, als Vermieter auf.

Die HNA hat auch beim Landkreis hinsichtlich der Verantwortlichkeit bei der Lösung des Dusch-Problems nachgefragt. Kreis-Pressesprecher Dr. Hartmut Wecker kündigte an, dass sich der Landkreis nach Prüfung des Falles in dieser Woche noch dazu äußern werde.

Was die Beteiligten über die Möglichkeit sagen, zum Duschen in die Halle an der Dietrichskehle auszuweichen, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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