Dekoration aus Tausenden Lichtern stimmt ab Sonntag auf die Festtage ein

35 000 kleine Lämpchen: Das Haus der Familien Schmidt und Engelhardt in der Gemündener Straße in Frankenberg wird am Sonntag ab 18 Uhr erstrahlen. Fotos:  Lammel

Frankenberg. Eine unscheinbare weiße Fernbedienung hält Stefan Schmidt in der Hand. Er wartet vor dem Garagentor, bis einige Autos sein Haus in der Gemündener Straße passiert haben. „Ich will noch nicht zuviel verraten“, erklärt er und wechselt im Dunkeln auf die gegenüberliegende Straßenseite.

„Bereit?“ Ein Knopfdruck und schlagartig geht der Nachbarschaft ein Licht auf - oder besser: 35 000 kleine Glühbirnen. Rentiere, Schlitten, Lichterketten. Sechs Wochen hat es gedauert, das „Weihnachtshaus“ der Familien Schmidt und Engelhardt so zu dekorieren. Ab Sonntag können sich die Frankenberger selbst ein Bild davon machen.

„Auf dem Dach haben wir fast 100 Meter Kabel verlegt“, sagt Stefan Schmidt. Und das sei noch der kleinere Teil der Beleuchtung. Allein elf Lichterketten erleuchten den Baum vor der Haustür. Geht eine Birne kaputt, erlöschen gleich zehn Lämpchen in einer Reihe. „Dann müssen wir jede Einzelne kontrollieren, um die Defekte zu finden.“

Kurzclip: Das Weihnachtshaus

Zur Zeit rüsten die Familien auf energiesparende LED-Lampen um. Ein mühsamer Prozess: „Auf lange Sicht wollen wir alle Lämpchen austauschen, das ist viel Arbeit. Aber es lohnt sich“, sagt Schmidt. Die Stromkosten sollen so halbiert werden. Bis Januar wird der Weihnachtsschmuck allabendlich leuchten. „Da kommen mit normalen Birnen rund 450 Euro an Stromkosten zusammen.“

Beim Aufbau gab es bislang keine ernsthaften Probleme. „Das trockene Wetter kommt uns sehr entgegen“, erklärt Schmidt. „Vor allem bei Regen ist das Verlegen der Kabel sehr aufwändig, weil wir dann alle Arbeiten unter einem Schirm erledigen müssen.“ Damit die Kontakte, Verteiler und Schalter nicht nass werden.

Im vergangenen Jahr ging das Dekorieren nicht so einfach von der Hand: „Am Abend vor der Premiere ist eine Sicherung rausgeflogen. Die ganze Nacht lang haben wir mit Taschenlampen und Strahlern nach dem Fehler gesucht.“ Schließlich sollte das Grundstück einen Tag später, wenn sich zahlreiche Menschen voller Vorfreude um das Haus versammelt haben, in vollem Glanz erstrahlen.

So soll es auch am Sonntag sein. Ab 17 Uhr öffnen die Familien Schmidt und Engelhardt ihr Grundstück für die Besucher, es gibt Glühwein, Kinderpunsch und Würstchen. Der Erlös des Verkaufs soll einer gemeinnützigen Einrichtung gespendet werden.

Um 18 Uhr ist es dann soweit: Dann wird der Schalter umgelegt und das Haus in der Gemündener Straße 25 wird im Licht tausender Lämpchen erstrahlen.

Von Sebastian Lammel

Quelle: HNA

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