Fortbildungsveranstaltung des Ärztlichen Kreisvereins: Ratschläge für Schwangere

Auf Diabetes untersuchen lassen

Verabschiedung und Begrüßung: Der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisvereins Frankenberg, Dr. Christopher Wihl (Mitte), verabschiedete Christina Möscheid (rechts) und bedankte sich für ihre langjährige Mitarbeit. Sie war für unter anderem für die Organisation der Fortbildungen zuständig. Diese Arbeit wird zukünftig Sabine Selbach (links) übernehmen. Foto:  nh

Frankenberg. Schwangerschaftsdiabetes war jetzt Thema einer Fortbildungsveranstaltung des Ärztlichen Kreisvereins Frankenberg. Zu diesem Thema referierte Dr. Regine Wellhöner, Diabetologin am Rot-Kreuz-Krankenhaus in Kassel. An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion unter den Ärzten an. Dabei ging es insbesondere um die praktische Umsetzung der Screeninguntersuchungen, bei denen ein Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig festgestellt werden soll.

Schwangerschaftsdiabetes stellt eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen überhaupt dar, wie während der Fortbildung zur Sprache kam. Die Erkrankung scheine weltweit zuzunehmen, wurde dabei hervorgehoben.

Die möglichen Folgen eines Diabetes in der Schwangerschaft können vielgestaltig sein. Es liege jedenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt vor – eine Geburtseinleitung oder ein Kaiserschnitt seien häufiger. „Die Kinder einer Diabetikerin können bei einer schlechten Blutzuckereinstellung das Krankheitsbild Fetopathia diabetica entwickeln, wurde gesagt: Solche Babys seien oft zu groß und könnten an verschiedenen Störungen leiden. Ohne ein Screening, ein standardisiertes Testverfahren aller Schwangeren, blieben 90 Prozent der Fälle von Schwangerschaftsdiabetes unerkannt, wurde während der Veranstaltung hervorgehoben. „Deshalb gibt es seit kurzem in Deutschland ein solches Diabetesscreening bei Schwangeren.“ Frauen mit bestimmten Risikofaktoren sollten bereits früh in der Schwangerschaft getestet werden, wurde gesagt.

Zwischen 24. und 28. Woche

Ansonsten sollte sich jede Schwangere zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche auf Diabetes untersuchen lassen, war ein Fazit der Veranstaltung. (nh/mjx)

Quelle: HNA

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