Digitales Modell der mittelalterlichen Anlage des Klosters Haina kommt gut an

Die Klosteranlage in Haina ist um eine Attraktion reicher: Besucher können die Baugeschichte der mittelalterlichen Anlage nun anhand eines digitalen Modells studieren. Die Präsentation hatte der Diplom-Designer Herbert Nagel aus Bad Wildungen-Frebershausen (Bild) entwickelt. Foto: mjx

Haina/Kloster. Die Besucher des früheren Zisterzienser-Klosters Haina können ab sofort die Baugeschichte der mittelalterlichen Anlage anhand eines digitalen Modells studieren.

Die neuartige Präsentation informiert auf anschauliche Weise über den Ablauf der einzelnen Bauphasen und über die stilgeschichtliche Einordnung des Klosters von 1215 bis heute.

Die Arbeit hatte der selbstständige Diplom-Designer Herbert Nagel aus Frebershausen im Auftrag des Vereins „Freunde des Klosters Haina“ übernommen. Erster Betrachter war der hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Der CDU-Politiker machte auf seiner Sommerreise am Dienstagmittag Halt im Kloster Haina.

Rheins spontaner Kommentar zu der virtuellen Aufbereitung des Klosters: „Großes Kompliment. Diese Präsentation ist einfach toll geworden.“

Das Kulturministerium in Wiesbaden hatte das Projekt mit einem Zuschuss von 10 000 Euro erst möglich gemacht. Der Vorstand der Freunde des Klosters Haina sprach dem Minister dafür seinen Dank aus. Rhein schaute sich die 15-minütige Präsentation von der ersten bis zur letzten Sekunde an. Erst im Stehen, dann im Sitzen. „Diese interessante Präsentation sollte man im Sitzen genießen“, meinte der Minister.

In der Präsentation wird die Entstehungsgeschichte des Klosters in einem Zeitraffer wiedergegeben – beispielsweise die Entstehung der früheren Kreuzgänge, der Bau der Küche und des Speisesaals. Auch auf die vielen Veränderungen des Klosters im Laufe der Jahrhunderte wird eingegangen - unter anderem nach der Reformation. „1533 wurde die Anlage in Haina in ein Hospital umgewandelt“, ist in der Präsentation zu hören. Zudem wurden auch die Veränderungen des Klosters im 19. Jahrhundert geschildert - letztlich bis zum Stand von heute.

(mjx)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare