Frankenberger DRK rüstet um

Digitalfunk auch im Rettungswagen

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Rettungsdienstleiter Christian Neuhaus (links) und sein Stellvertreter Jens Köster zeigen eines der neuen digitalen Funkgeräte in den Fahrzeugen des DRK-Kreisverbands.

Frankenberg - Voraussichtlich im nächsten Jahr steigen Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen im Landkreis von der alten analogen auf die neue digitale Funktechnik um. Die Einsatzkräfte des Frankenberger DRK-Kreisverbands beginnen mit dem Probebetrieb.

Die seit Jahrzehnten genutzte analoge Funktechnik hat ausgedient: Ab dem nächsten Jahr sollen Einsatzkräfte und die Rettungsleitstelle digital miteinander kommunizieren. Die neuen Geräte erinnern an Handys, doch die Technik steckt bei weitem nicht nur in dem kleinen Hörer.

Unter anderem mussten Funkdatenmodule eingebaut werden, die die Informationen von der Leitstelle - beispielsweise die Art des Einsatzes oder die Navigationsdaten - weiterverarbeiten und auf einem Monitor anzeigen. „Es gab keine Einbauinformationen, wir mussten alles ausprobieren und haben lange getüftelt“, sagt der stellvertretende Rettungsdienstleiter Jens Köster.

Ein weiteres Problem: Vorerst bleibt alles bei der alten Technik, der Digitalfunk wird nur testweise genutzt. „Noch läuft alles analog.“ Deshalb werden beide Gerätearten verbaut. „Bei den Rettungsdienstfahrzeugen sind das drei analoge und zwei digitale Funkgeräte plus Funktelefon“, erklärt Köster. „Das wird dann schon mal eng.“ Er und Rettungsdienstleiter Christian Neuhaus erhoffen sich von der Digitaltechnik unter anderem eine höhere Sprachqualität. Auch soll die Netzabdeckung höher sein. Wie auch bei den Feuerwehren, ist allerdings auch bei den hauptamtlichen Rettern noch unklar, wann komplett auf Digitalfunk umgestellt wird: „Die Funkmeldeempfänger gibt es noch gar nicht.“ Die Schulung der 60 Mitarbeiter sei fast abgeschlossen.

Landkreisweit habe das Frankenberger DRK die ersten Rettungsdienstfahrzeuge mit dieser Komplettausstattung in Betrieb, weitere Autos folgen in den nächsten Wochen Schritt für Schritt. Denn die Mitarbeiter übernehmen den Einbau selbst. Das geht nur an den Wochenenden, weil nur dann Reservefahrzeuge verfügbar sind. Die Geräte kosten pro Rettungswagen etwa 6000 Euro.

Insgesamt müssen 23 Autos des Frankenberger Kreisverbands umgerüstet werden. In die von freiwilligen Helfern genutzten Fahrzeuge erfolgte der Einbau ehrenamtlich, bei Katastophenschutzfahrzeugen finanziert das Land die Umrüstung.

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