Für industrielle Anwendung

Dodenauer Firma Tritron liefert Druckfarben in die ganze Welt

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Mit roter und gelber Farbe: Die beiden Tritron-Geschäftsführer Harald Specht (links) und Dr. Jens Simon. In Dodenau werden Druckfarben für industrielle Zwecke hergestellt.

Die Firma Tritron liefert digitale Druckfarben in die ganze Welt - rund 100 Tonnen im Jahr. Ein Liter der chemisch hochkomplexen Druckfarben kostet bis zu 1000 Euro.

Dodenau. Die beiden Geschäftsführer Dr. Jens Simon und Harald Specht haben die modernen Gebäude an der Eder in den Jahren 2003 und 2004 erbaut. Doch kaum jemand in Dodenau weiß so recht, was hinter dem Zaun geschieht. „Wir haben keine Endkunden und so gut wie keine Distributoren“, sagt Dr. Jens Simon. Tritron produziert und versendet Druckfarben für den Industriedruck.

Spezialisiert ist die Firma auf Farben für „nicht-saugenden Untergründe“ wie Kunststoffe, Metall oder Glas. „Das Problem dabei ist, dass die Farbe verläuft“, erklärt Dr. Simon. „Normalerweise heizt man das Substrat auf, um den Verlauf zu begrenzen.“ Tritron hat sich ein anderes Verfahren patentieren lassen. Und zwar nicht nur für die Bundesrepublik Deutschland, sondern auch für Europa, die USA, China und Kanada. Tritron schafft es, winzigkleine Schriftzeichen oder Zahlen sauber auf Kunststoff-, Glas oder Metallteile zu drucken - zum Beispiel für elektrische Schaltschränke.

Im Versuchslabor: Ahmed Merabet stellt bei der Firma Tritron einen besonderen Farbstoff her.

Harald Specht und Dr. Jens Simon hatten sich in einem Arbeitskreis an der Marburger Universität kennengelernt. Specht war Chemo-Techniker, Simon Diplom-Chemiker. Nach mehrjähriger Zusammenarbeit in der physikalisch-chemischen Grundlagenforschung gründeten die beiden heute 51 und 50 Jahre alten Männer 1991 die Firma Tritron.

Zunächst wollten die beiden Geschäftsführer Frostschutzmittel herstellen. Dann aber entschieden sie sich - durch Bekannte aus dem Druckgewerbe - dafür, den Tintendruck (Inkjet) zu revolutionieren. Seit 1998 gehört die Firma Tritron zur Atlantic Zeiser Group, deren Muttergesellschaft unter anderem auch Geldscheine druckt.

Welche Sicherheitsvorkehrungen die Firma getroffen hat, lesen Sie in der gedruckten Mittwoch-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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