Fertigstellung verzögert sich

Dodenauer Freibad soll am 1. Juni öffnen

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Ortsvorsteher Wolfgang Stein (links) informiert die Ortsbeiratsmitglieder über die Arbeiten am Freibad, das am 1. Juni eröffnen soll.Foto: Mark Adel

Battenberg-Dodenau - Mit viel Engagement wollten die Dodenauer dafür sorgen, dass "ihr" Freibad rechtzeitig zum Sommer geöffnet ist. Doch eine Fachfirma benötigt für die Arbeiten länger als ursprünglich geplant.

„Wir stehen zu unserem Wort“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Stein am Mittwoch beim Ortstermin des Ortsbeirats am Freibad. Gemeint waren die Eigenleistungen, die die Dodenauer seit Wochen erbringen. Eine Liste mit Arbeiten sei „mit Bravour“ erledigt worden, berichtete Stein.

Unter anderem wurden die Waschbetonplatten rund ums Becken entfernt, gesäubert und derzeit wieder verlegt. Mit der Erneuerung des Beckenkopfs ist eine Firma beauftragt. „Die schafft das Zeitfenster aber nicht“, berichtete der Ortsvorsteher. Ein Grund seien unter anderem unvorhergesehene Frosttage und Schäden an den Treppen im Becken, die größer waren als erwartet. Der Beckenkopf ist fast fertig gestellt, für die Umrandung fehlen noch Fliesen – die sollen, hofft Stein, in den nächsten Tagen geliefert und von der Firma verlegt werden.

Die Schwimmmeisterin hat begonnen, das Becken zu säubern, damit bald das Wasser eingelassen werden kann. Etwa zehn Männer sind es, die sich regelmäßig an den Arbeitseinsätzen beteiligen. Dem Beispiel sind weitere Badegäste gefolgt: „Die Frühschwimmer engagieren sich“, berichtete Stein: Sie würden unter anderem die Mülleimer und die Bänke streichen. Die Helfer kommen nicht nur aus Dodenau, sondern auch aus Nachbarorten und sogar dem Wittgensteiner Land. „Es werden immer noch fleißige Helfer gesucht“, betonte der Ortsvorsteher.

Langfristig sei es ein Ziel, dass Bürger Patenschaften übernehmen und beispielsweise Rasen mähen oder die Hecke schneiden. Ebenfalls gesucht wird eine Putzhilfe, die auch den Kiosk übernimmt und Eintrittskarten verkauft. Interessenten wenden sich an die Stadtverwaltung. Stein berichtete weiter, dass ein Blitzeinschlag in die Absorberanlage im vergangenen Jahr zunächst unerkannt blieb und deshalb die Energiekosten anstiegen. Die Anlage erwärmt das Schwimmwasser durch Sonneneinstrahlung.

Das Freibad wird jährlich von rund 10.000 Menschen besucht, für die Sanierung sind Kosten in Höhe von etwa 44.000 Euro im Battenberger Haushalt veranschlagt. Beteiligt an den Arbeiten war auch der städtische Bauhof.(da)

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