Köhlertage in Dodenau

Dodenauer stellen eigene Kohle her

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Ein Köhlermeiler soll bei den Dodenauer Köhlerwochen drei Wochen lang qualmen. Das Foto entstand bei den Köhlertagen in Viermünden im Jahr 2006.Foto: Archiv

Battenberg-Dodenau - Drei Wochen lang soll es qualmen und rauchen: Am 8. Juni zünden die Dodenauer einen Meiler im Wildparkgehege an. Wissenswertes und Wanderungen zum Thema runden die ersten Dodenauer Köhlertage ab.

Ab dem 16. Jahrhundert rauchten rund um Dodenau viele Meiler. An den Beruf der Köhler will der Verein „825“ Jahre“ erinnern und auch im 21. Jahrhundert wieder einmal einen solchen Meiler entzünden: Im Sommer dreht sich in dem Battenberger Stadtteil einen Monat lang alles um die Kunst, Holz in Kohle zu verwandeln. Vom 2. Juni bis zum 30 Juni finden die Dodenhäuser Köhlertage statt und erinnern an die Geschichte des Ortes.

Gefeiert werden die Köhlertage im Wildgehege. Dort entsteht ein Meiler mit einem Durchmesser von elf Metern. Etwa 30 Raummeter Holz wurden für die Köhlerei bereits vorbereitet. Der Aufbau soll laut Ortsvorsteher Wolfgang Stein Ende Mai beginnen. Am Sonntag, 2. Juni, beginnen die Köhlertage mit Wissenswertem rund um die Köhlerei, während der Meiler abgedeckt wird.

Entzündet wird der Meiler laut Stein am Samstag, 8. Juni. Der Verein hat für das vierwöchige Programm zwei professionelle Köhler engagiert. Diesen sollen einige Dodenauer zur Seite stehen. „Sie werden dann zu Hilfsköhlern ausgebildet“, sagt Stein. Am 9. Juni findet eine Andacht im Wildgehege statt, daran schließt sich über den ganzen Tag ein buntes Programm an. Am Sonntag, 16. Juni, gibt es ein volkstümliches Programm für die Senioren, während der Meiler noch brennt. Am 23. Juni eine Wanderung ansteht. „Wir wandern zu historischen Meilerplatten“, erklärt Stein. Zahlreiche solcher Meilerplatten seien in der Dodenauer Gemarkung zu finden. Am gleichen Tag beginnt die Phase der Abkühlung im Wildgehege-Meiler.

Am 29. Juni schließlich sind die drei Wochen um und der Meiler kann geöffnet werden. Die Besucher erfahren dabei Wissenswertes rund um die Verwendung der Holzkohle. Einen Abschluss finden die Köhlertage am Sonntag, 30. Juni mit einer Andacht.

Der Verein „825 Jahre“ hat sich jedoch nicht nur um den Meiler gekümmert. Im Wildgehege entsteht zudem ein Lehrpfad, auf dem Besucher in fünf Stationen in die Welt der Köhlerei und die Dodenauer Geschichte eintauchen können. Schulen und Kindergärten aus dem Frankenberger Land können den Lehrpfad unter der Woche unter fachlicher Führung erkunden.

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