Wettbewerb: Bewertungskommission besichtigte am Freitag Hommershausen

Dorf mit netten Menschen

Hommershausen. Backhaus und Butzkirche, Feuerwehr und Forsthaus: Beim Ortsbegang beim 34. Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ steuerte die Bewertungskommission am Freitag alle markanten Punkte in Hommershausen an. Die acht Mitglieder der Kommission machten sich insbesondere ein Bild über bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen der 168-Seelengemeinde. Hommershausen ist einer von 19 Orten im Landkreis, die sich in der Gruppe B des Hessischen Dorfwettbewerbs beteiligen.

Der Frankenberger Stadtteil präsentierte sich selbstbewusst und verwies auf ein aktives Dorfleben, rege Vereinstätigkeit und viele Kinder: Unter insgesamt nur 168 Einwohnern gebe es 34 Kinder unter 18 Jahren und acht Kinder unter zwei Jahren, hob Kurt Wölfle hervor, der den Ort zu Beginn des Rundgangs mit einer Bilderschau vorstellte.

Er selbst sei einer der „GIN“ – also ein gut integrierter Neubürger – verriet Wölfle mit einem Schmunzeln auf den Lippen und lobte: „Es gibt hier sehr viele offene und tolerante Menschen.“ Entgegen dem Trend habe sich die Einwohnerzahl in der Vergangenheit stetig erhöht. „Es zieht hier so gut wie keiner weg.“ Auch die Senioren blieben im Ort und würden in den Familien betreut. „Keiner ist irgendwo im Heim, alle sind noch hier.“

Seine Schäfchen gut im Griff hat offenbar auch Pfarrer Uwe Hesse, der vor der Kommission stolz verkündete: „Wir sind eine Kirchengemeinde der Superlative.“ So hätten die Hommershäuser beispielsweise schon 23 096 Euro für die Innenrenovierung der Butzkirche aufgebracht und auch die Besucherzahlen im Gottesdienst lägen immer über dem Durchschnitt. „Wir hatten in den letzten elf Jahren keinen einzigen Kirchenaustritt zu verzeichnen“, freute sich der Pfarrer.

Natürlich interessierte sich die Bewertungskommission unter Leitung von Sigrid Göbel auch für das Dorfbild und seine Bau- und Grüngestaltung. Angeführt von Ortsvorsteher Horst Ernst und Ausrappler Wilfried Arnold besichtigte die Gruppe unter anderem Kinderspielplatz und Feuerwehrhaus, das alte Schulgebäude und auch das ehemalige Forsthaus.

„Leider ist Hommershausen derzeit eine Baustelle“, bedauert der Ortsvorsteher im Hinblick auf aufgerissene Straßen, Bagger und Raupen.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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