Offenbar völlig normal

Dorfentwicklung Battenberg: Fast zwei Jahre nur geplant

+
In der Battenberger Stadtmitte: Der Platz mit dem Hänsel-und-Gretel-Brunnen ist eines der Startprojekte in der Dorfentwicklung, bisher ist es aber bei der Vorplanung geblieben. 

Battenberg. 2013 wurde die Stadt Battenberg mit Kernstadt und vier Stadtteilen in das neue Dorfentwicklungsprogramm des Landes aufgenommen (früher Dorferneuerung). 

Seitdem sind seitens der Kommune aber noch keine konkreten, sichtbaren Projekte umgesetzt worden.

Für öffentliche Projekte, die in den Orten erarbeitet werden, stehen über zehn Jahre 750 000 Euro zur Verfügung. Im Dezember 2013 haben ehrenamtliche Arbeitsgruppen in den Stadtteilen damit begonnen, sich Projekte zu überlegen, für die das Geld sinnvoll genutzt werden könnte. Danach wurde ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) erstellt. In den vergangenen zwei Jahren ist es aber - zumindest nach außen - bei der Planung geblieben. Wir haben bei Stadt und Landkreis nachgefragt, woran das liegt.

„Als erste - vom Land Hessen vorgegebene - förderfähige Maßnahmen wurden das Entwicklungskonzept und ein Städtebaulicher Fachbeitrag als kommunaler Handlungsfaden erstellt. Dies zog sich über rund ein Jahr hin“, berichtet die Stadt Battenberg. Parallel dazu hat die Stadt Ende 2013 einen Beratervertrag mit einem Architekturbüro aus Bad Wildungen abgeschlossen, der von Anfang an die privaten Hausbesitzer bei der Förderung und Umsetzung privater Bauprojekte berät.

Aber warum dauert die Planungsphase für die Dorfentwicklung so lange, jetzt schon fast zwei Jahre? „Der zeitliche Ablauf der Dorfentwicklung in Battenberg ist völlig normal“, sagt Sigrid Göbel, die beim Landkreis für das Förderprogramm in Battenberg zuständig ist. „Man kann sogar sagen, dass durch die gute Arbeit der Bevölkerung und der Stadt und durch die in diesem Jahr erfolgte Förderung der Projekte und Planungen die Dorfentwicklung zügig voranschreitet.“

Und: Seit Anerkennung Battenbergs als gesamtkommunaler Förderschwerpunkt wurden 41 private Projekte beantragt, davon sind 25 bewilligt, teilte Sigrid Göbel vom Landkreis mit. Die Investitionssumme dieser bewilligten Maßnahmen beläuft sich auf 3,65 Millionen Euro bei einem anteiligen Zuschuss des Landes von rund 500 000 Euro. Die noch nicht bewilligten Maßnahmen sind kostenmäßig in dieser Summe nicht enthalten. Bei diesen Projekten handelt es sich im Wesentlichen um Anträge mit Eingang ab August 2015 bzw. um noch nicht vollständige Anträge.

Göbel: „Seit Juli 2015 ist das Kontingent erschöpft, es wurde neues Kontingent angefordert. Daher immer wieder der Hinweis auf rechtzeitige Antragstellung.“ 

Welche kommunalen Projekte als erstes in Angriff genommen werden sollen, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare