Dorferneuerung: Es gibt mehr Geld für private Projekte

Waldeck-Frankenberg. Der maximale Zuschuss, den Privatleute in der Dorfentwicklung (früher: Dorferneuerung) bekommen können, wird ab diesem Jahr von 30.000 auf 45.000 Euro erhöht, die Förderquote von 30 auf 35 Prozent. Das bestätigte der Landkreis Waldeck-Frankenberg auf HNA-Nachfrage.

Die für die neue EU-Förderperiode 2014 bis 2020 geltende Richtlinie soll in diesem Jahr vom Land Hessen beschlossen werden. Erste Bewilligungen seien voraussichtlich ab Jahresmitte auf Basis eines Entwurfs dieser Richtlinie möglich.

Zuschüsse können Privatleute bekommen, deren Ort in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wurde. In Waldeck-Frankenberg sind das aktuell 18 Dörfer oder Gesamtkommunen. Gefördert wird zum Beispiel die Sanierung, Erweiterung und Gestaltung von Gebäuden, die ein gewisses Alter haben, ortsbildprägend sind und in der Regel im Ortskern liegen.

Bislang musste ein privates Projekt mindestens 3000 Euro kosten, um förderfähig zu sein. Die vom Land geplante Erhöhung auf 10.000 Euro war nach Kritik zunächst noch nicht umgesetzt worden. Der Kompromiss für diese sogenannte Bagatellgrenze könnte bei 7500 Euro liegen. „Die Festlegung ist nach derzeitigem Stand noch nicht erfolgt“, so der Kreis.

In der neuen Richtlinie werden aber nur noch die Netto-Kosten förderfähig sein. Die zuletzt geltende Darlehensvariante mit erheblichem bürokratischem Aufwand entfällt dafür. „Das alles stellt aus Sicht des Fachdienstes Dorf- und Regionalentwicklung eine Verfahrensoptimierung für Antragsteller und Verwaltung dar.“

Ob, wie vom Landkreis Waldeck-Frankenberg seit Jahren gefordert, auch die Förderung von Außenanlagen für private Antragsteller wieder möglich sein wird, steht noch nicht fest, werde im Wirtschaftsministerium aber wohlwollend geprüft.

Welche Orte in Waldeck-Frankenberg sich derzeit in der Dorfentwicklung befinden, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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